/// Rubrik: Topaktuell

Weniger Unterschriften als erwartet

Kreuzlingen – «Gut die Hälfte der nötigen Unterschriften haben wir beisammen», sagt Jost Rüegg vom Initiativkomitee der Volksinitiative für einen autofreien Boulevard. «Das ist weniger, als wir erwartet haben. Aber aufgrund des schlechten Wetters sind wir auch nicht so aktiv gewesen, wie wir es gewollt hatten.» Die Aktivisten sammeln an belebten Orten wie dem ceha!, vor dem Karussell, beim Ziil-Center oder dem Einkaufszentrum Seepark.

«Das Problem ist, dass viele, die wir ansprechen, gar nicht stimmberechtigt sind», verdeutlicht Rüegg. Das sei nicht verwunderlich in einer Stadt mit einem so hohen Ausländeranteil. Nur ungefähr jeder Dritte kommt in Frage. «Viele kommen aber auch aus den Nachbargemeinden zum Einkaufen und fallen daher weg», erklärt Rüegg. Trotzdem gibt sich der ehemalige Gemeinderat zuversichtlich. «Dem Ende der Sammelfrist sehe ich gelassen entgegen. Das schaffen wir.»

Rüegg, Engeli und Moos (v.l.) auf dem Boulevard im Februar. (Bild: sb)

Rüegg, Engeli und Moos (v.l.) auf dem Boulevard im Februar. (Bild: sb)

Gemeinderat Daniel Moos (Freie Liste), ebenfalls im Komittee, hört sich da ein kleines bisschen weniger optimistisch an. Die Zustimmung sei seiner Meinung nach mehrheitlich da. Aber: «Es ist kein Spaziergang», sagt er. «Wir machen das ehrenamtlich und das erfordert vollen Einsatz.» Das Wetter habe sicher auch eine Rolle gespielt, «aber es ist vor allem schwer, Kreuzlinger auf der Strasse anzutreffen.» Überrascht habe ihn die hohe Zahl der Konstanzer, die er trifft. Jetzt wolle man nochmal Gas geben, bekräftigt Moos, der ein Mal in der kurzen Zeit von drei Stunden rund 50 Unterschriften bekam.

Gesammelt wird auch mit Unterschriftenbögen, welche die Initianten selbst in die Briefkästen der KreuzlingerInnen werfen. «Darauf haben vier Unterschriften Platz», so Rüegg. Die Bögen sind zur Antwort bereits mit einer Adresse versehen und müssen nicht frankiert werden. «Das Porto übernehmen wir», so Rüegg.

Jetzt Briefkastenkonzept
Auf dieses Briefkastenkonzept wolle man sich jetzt konzentrieren, sagt Brigitta Engeli, Präsidentin des Initiativkomitees. «Ich habe diese Woche bereits 250 Bögen im Kreuzlinger Osten eingeworfen. Auf der Strasse werde ich wahrscheinlich erst wieder übernächstes Wochenende sammeln können.» Von den Rückmeldungen beim Sammeln fühlt sie sich bisher bestärkt. Nun warte man den Rücklauf der eingeworfenen Bögen ab. Sonst gäbe es aber auch noch mehr Ideen. «Vielleicht stellen wir uns auch an die GEWA», sagt Engeli.

Selbstgestellte Frist verlängert
Zeit haben die Initianten noch bis 14. Mai. Dann müssen die rund 800 nötigen Unterschriften auf der Stadtkanzlei eingereicht werden. Ursprünglich wollten sie schon am 30. April mit der Sammlung aufhören. Diese selbstgestellte Frist werden und dürfen die Initianten nun wohl verlängern.
Unterschriftenbögen stehen auch im Netz bereit: www.freie-liste.ch und www.gruene-tg.ch

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