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Wer darf bauen, im Kemmental?

Siegershausen – Martin Fromer besitzt ein Stück Land in Neuwilen. Die Nachbarparzelle gehört der Volksschulgemeinde Kemmental. Anfang des Jahres 2010 hatte der Grundeigentümer die Idee, auf beiden Parzellen eine Gesamtüberbauung zu realisieren, die Wohnraum für Familien mit Kindern schafft. Für Fromer völlig unerwartet, hat sich die Schulbehörde nun für ein anderes Projekt entschieden. Dieses soll den Stimmbürgern am kommenden Dienstag präsentiert werden.

Visualisierung des Projekts von Martin Fromer und Andreas Imhof. (Bild: zvg)

Visualisierung des Projekts von Martin Fromer und Andreas Imhof. (Bild: zvg)

Sie sind enttäuscht: Grundeigentümer Martin Fromer, Architekt Andreas Imhof und Einwohner Martin A. Walser waren sich sicher, ein attraktives Projekt vorlegen zu können, das sowohl den Interessen der Schulgemeinde als auch der Gemeinde entspreche. Vier Mehrfamilienhäuser mit 33 familienfreundlichen Wohnungen waren vorgesehen, dazu die Möglichkeit, ein Hort, Café oder Dorfladen zu integrieren. Dabei sollen sich die Bauten optimal in das Dorfbild einfügen. «Es wäre quasi ein Weiterbauen des Dorfes, was ihm auch eine Zukunft gäbe», erklärte der Architekt. Am Freitag traten sie mit dem Projekt an die Öffentlichkeit, um die Bürger darüber zu informieren.

Entwickelt wurde es, nachdem Fromer im April 2010 von der Volksschulgemeinde eine schriftliche Projektvollmacht erhielt. Auch der Zonenplanänderung, die für diese Gesamtüberbauung nötig war, wurde an der Gemeindeversammlung am 3. Dezember 2012 zugestimmt. Drei Tage später, am 6. Dezember 2012, erreichte den Grundeigentümer Fromer die Nachricht, dass die Schulbehörde ihre Parzelle nun an einen Dritten veräussern möchte.

«Das ist nicht die Art und Weise wie man verhandelt», ärgert sich Fromer. Zumal er nicht die Chance bekomme, sein Projekt an der Schulgemeindeversammlung vom kommenden Dienstag zu präsentieren. Hier solle nur das «Siegerprojekt» vorgestellt werden.

«Das hat eine politische Dimension, die geklärt werden sollte», so Walser. Er möchte sich am Dienstagabend zu Wort melden.

Lesen Sie ausführlich dazu am kommenden Freitag, 19. April, in der Printausgabe der KreuzlingerZeitung.

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