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Einblicke ins Mysterium «Bellevue»

Kreuzlingen – Die neue Sonderausstellung im Museum Rosenegg befasst sich bis zum 23. Juni mit Arbeiten des namhaften regionalen Künstlers Matthias Holländer zum Thema «Bellevue». Vernissage ist am Freitag, 19. April, um 19 Uhr.

Mittels analoger Fotografien hatte Holländer in der Zeit von 1980 bis 1988 nach dem Ende der Psychiatrischen Klinik den schleichenden Verfall der Gebäude dokumentiert. Auf diese Weise sind zeitgeschichtliche Zeugnisse entstanden, die noch nie in Kreuzlingen zu sehen waren. Zuletzt hatte der Künstler einen Teil der Arbeiten 1984 im Konstanzer Kunstverein anlässlich der Verleihung des Konstanzer Kunstpreises an ihn gezeigt.

Matthias Holländer dokumentierte den schleichenden Verfall der Binswanger-Klinik. (Bild: Thomas Martens)

Matthias Holländer dokumentierte den schleichenden Verfall der Binswanger-Klinik. (Bild: Thomas Martens)

Holländer wurde 1954 in Heidelberg geboren, erlebte aber seine Kindheit im Kreuzlinger Bellevue-Areal, wo sein Vater als Psychiater im Binswanger-Sanatorium beschäftigt war. Als «Grenzgänger» – er besuchte das Suso-Gymnasium in der Nachbarstadt – machte er immer wieder besondere «Grenzerfahrungen», etwa am Zoll.

Das Museum Rosenegg zeigt nun sehr zur Freude von Leiterin Heidi Hofstetter 35 neue schwarz-weisse Fine Art Prints, zehn eigens für diese Ausstellung gefertigte grossformatige Faksimile-Reproduktionen seiner bekanntesten Bellevue-Gemälde sowie einige Druckgrafiken und Fotografien aus seinem Fundus. Am Mittwoch, 24. April, und Mittwoch, 22. Mai, jeweils um 18 Uhr, führt der Künstler selbst durch die Ausstellung. Holländer lebt und arbeitet heute in Langenrain bei Allensbach.

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