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HSCK meldet sich mit Heimsieg zurück

Handball – Der HSC Kreuzlingen hat sich am 2. Spieltag mit einem 26:21-Heimerfolg über den TV Birsfelden ins Rennen um die beiden NLB-Tickets zurückgemeldet. Das Team des Trainerduos Mierzwa/Schädler legte den Grundstein zum Sieg vor 550 Zuschauern in den ersten 30 Minuten, als es die Basler dank einer bärenstarken Abwehrleistung auf 14:7 distanzierte. Am nächsten Samstag (19 Uhr) folgt nun das wegweisende Heimspiel gegen den punktgleichen SV Fides St. Gallen. Nur der Sieger dieses Ostschweizer Derbys bleibt im Aufstiegsrennen. (Text: Markus Rutishauser)

Der HSC Kreuzlingen im Spiel gegen den TV Birsfelden. (Bild: Mario Gaccioli)

Der HSC Kreuzlingen im Spiel gegen den TV Birsfelden. (Bild: Mario Gaccioli)

Nach dem enttäuschenden Auftakt, der mit einer 22:31-Schlappe beim STV Baden endete, erwartete das Umfeld von den als Mitfavorit gehandelten Kreuzlingern eine markante Leistungssteigerung. Und sie wurden nicht enttäuscht: Die Rot-Weissen traten viel entschlossener auf als noch zwei Wochen zuvor in Baden und stellten die Gäste mit einer kompakten und aggressiven Deckung vor grosse Probleme. Die grossgewachsenen Basler, bei denen kein Rückraumspieler unter 1,95 Meter misst, kamen nicht wunschgemäss zum Abschluss. Bis zur 18. Minute hatten sie gerademal zwei Treffer erzielt und sahen sich bereits mit einem 2:9-Rückstand konfrontiert. Obschon das Kreuzlinger Trainerduo gut 20 Minuten auf seinen Liga-Topscorer und zukünftigen NLA-Spieler Peter Schramm verzichtete, lief das Angriffsspiel rund. Immer wieder wurde die Basler Abwehr mit Kreis- und Flügelanspielen überwunden. Zudem zeigte auch HSCK-Keeper Lukas Buff eine herausragende Leistung, was sich in der 1. Halbzeit in einem Dutzend Paraden wiederspiegelte.

Kurze Zitterphase
Mit einem 14:7-Vorsprung im Rücken durften die Kreuzlinger beruhigt in die zweiten 30 Minuten starten. Vielleicht etwas zu beruhigt. Jedenfalls schienen sie die erfolgreiche Taktik der 1. Halbzeit in der Kabine gelassen zu haben, wobei sich auch die Basler zu steigern begannen. Weil den Kreuzlingern in den ersten zwölf Minuten nach der Pause nur ein einziger Treffer gelang, kam Birsfelden wieder bis auf 15:13 heran. Bei den Baslern trafen nun auch die Rückraumhühnen vermehrt. Die Einheimischen konnten den Gästeexpress zwar stoppen, doch es blieb spannend. Zehn Minuten vor dem Ende lag der HSCK immer noch mit zwei Toren vorne. Erst in den letzten zehn Minuten fanden die Ostschweizer endlich wieder ihren Rhythmus – gerade noch rechtzeitig. Istvan Fekete mit zwei Treffern innert Minutenfrist war für die 20:16-Führung besorgt, als noch sieben Minuten zu spielen waren. Und spätestens als Oliver Gross und der erst 16-jährige Jonas Heim mit seinem 2. Tor auf 22:17 erhöhten, schien der Widerstand der Basler zu erlahmen. Auch eine offene Deckung brachte sie nicht mehr zurück ins Spiel. Die Kreuzlinger hatten nun das Spiel und den Gegner im Griff und verpassten einen noch deutlicheren Sieg durch zwei Leichtsinnsfehler in der Schlussminute.

Beste Abwehrleistung
Spielertrainer Alexander Mierzwa, der nach einer Knieoperation in dieser Saison nicht mehr mittun kann, zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Der ehemalige deutsche Nationalspieler freute sich über die erhoffte Leistungssteigerung insbesondere in der Defensive, «wo wir in der ersten Halbzeit unsere beste Saisonleistung abgeliefert haben.» Er ist überzeugt, dass seine Spieler jetzt definitiv in der Aufstiegsrunde angekommen sind und für die nächsten Aufgaben bereit sein werden.

Überraschender Spitzenreiter
In den beiden anderen Finalrundenpartien setzten sich jeweils die Gastgeber durch. Der SV Fides St. Gallen besiegte Kreuzlingen-Bezwinger Baden mit 25:24 und Willsau gewann den Spitzenkampf gegen der beiden Startrundensieger gegen Leimental mit 31:23. Damit führt das nicht zum Favoritenkreis zählende Willsau die Tabelle mit 4:0 Punkten überraschend an, gefolgt von einem Quartett mit jeweils zwei Zählern (Baden, St. Gallen, Kreuzlingen, Leimenthal) und dem noch punktelosen Birsfelden.

Wegweisendes Derby
Am nächsten Samstag, 27. April, kommt es um 19 Uhr im Sportzentrum zum wegweisenden Ostschweizer Derby. Realistischerweise kann nur der Sieger des Duells Kreuzlingen vs. Fides St. Gallen weiterhin ein gewichtiges Wort im Kampf um eines der beiden NLB-Tickets mitreden. In der Gruppenphase gewannen beide jeweils ihr Heimspiel, St. Gallen mit 31:28 und Kreuzlingen mit 28:27. Die Ausgangslage scheint völlig offen und ein packendes und hart umkämpftes Derby voll besetzter Halle garantiert. Mierzwa zollt Fides St. Gallen zwar durchaus Respekt, «aber wir wissen genau, was wir tun müssen, um auch diese Hürde überspringen zu können!»

Kreuzlingen – Birsfelden 26:21 (14:7)
Sporthalle Egelsee. – 550 Zuschauer. – Sr. Reiser/Schmid.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 4-mal 2 Minuten gegen Birsfelden.
Kreuzlingen: Buff (Greiner für 1 Pen.); Briegmann, Eblen, Fehr, Fekete (8/2), Fülöp (4/2), Gacsalyi (1), Gross (2), Müller, Runge (7), Schramm (2), Schweikhardt, Heim (2).
Birsfelden: Tränkner (Jäggi für 1 Pen.); Dietler, Engler (3), Gerbl (7/3), R. Huber (2), T. Märki (1), Mollnet, Morf, Oberli (4), Sala, Sebele (3), Spänhauer (1), van Gogh.
Siebenmeter: Kreuzlingen 4/4, Birsfelden 4/3.

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