/// Rubrik: Leserbriefe

Nochmals Boulevard und Stadthaus

Kreuzlingen – Mit einiger Genugtuung konnte ich feststellen, dass es offenbar doch nicht so einfach ist, genügend Unterschriften zu sammeln für die Initiative, den Boulevard in eine Fussgängerzone umzuwandeln. (Text: Ado Trautmann)

(Bild: pixelio)

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Es bleibt zu hoffen, dass es noch genügend Vernünftige gibt, die ein solches Unterfangen für untauglich halten. Kreuzlingen ist nun einmal nicht Wil oder St. Gallen oder sonst eine Stadt mit funktionierender Fussgängerzone. Die Initianten geben ja unumwunden zu dass es einfach zu wenige Leute auf dem Boulevard hat, etwas auf das auch ich schon früher hingewiesen habe: wir haben nun mal kein Zentrum das man umfunktionieren könnte, keine Mitte.

Und nun soll aus eben dieser Mitte des Boulevard der einzige trendunabhängige Anziehungs-Punkt, das Stadthaus, herausgenommen und an den Rand hinaus verpflanzt werden, wahrlich nicht unbedingt die beste Lösung und schon gar nicht dazu angetan, die Belebung des Boulevards anzuheben. Wenn das neue Stadthaus zur Zentrumsbildung beitragen soll, dann gehört es doch wirklich ins Zentrum, als Kern für weitere Entwicklungen und nicht an den Rand, wo seine Auswirkung eher kontraproduktiv ist. So würden Amtsgeschäfte in Zukunft ausserhalb des Boulevards erledigt, und danach wieder weg, ohne eventuell in der Umgebung eines zentral gelegenen Stadthauses noch einen Rundgang zu machen.

Obwohl der Planungskredit vom Gemeinderat durchgewinkt worden ist und die Planung des Stadthauses an besagtem Standort am Rand in vollem Gang sein dürfte, wäre es sicher nicht ganz abwegig und nicht zu spät, unter dem oben angeführten Argument den Standort nochmals ernsthaft zu überdenken und das neue Stadthaus als Magnet mitten in die Stadt zu stellen, denn ausser dem Planungskredit ist noch nichts «gegessen», und es ist noch nicht aller Tage Abend, ausserdem ist es nicht verboten, einsichtiger zu werden.

Ado Trautmann
Kreuzlingen

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