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Ostschweizer Derby in Kreuzlingen

Handball – Beide haben sie das Startspiel vergeigt, beide haben sie sich mit einem Heimsieg zurückgemeldet, und beide dürfen sie am 3. Spieltag nicht verlieren, wollen sie ihre Chancen auf ein NLB-Ticket wahren. Das dritte Saisonduell des HSC Kreuzlingen gegen den SV Fides St. Gallen an diesem Samstag (19 Uhr, Sportzentrum Egelsee) verspricht hochklassigen Handballsport, viel Spannung und einen neuen Saison-Zuschauerrekord. (Text: Markus Rutishauser)

Was für ein Wochenende für den HSC Kreuzlingen: Zuerst gewannen die Frauen das erste Barragespiel gegen das NLB-Team des HC Malters gleich mit 25:15 und legten damit eine gute Basis für den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse, und dann doppelten die Männer wenig später mit dem 26:21 (14:7) über den TV Birsfelden nach.

(Bild: pixelio)

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Das Team des Trainerduos Alexander Mierzwa und Frank Schädler hat sich nach dem missglückten «Sonntagsspiel» beim STV Baden eindrücklich zurückgemeldet. Vor allem defensiv zeigten die Rot-Weissen unter der Führung von Tobias Eblen eine bärenstarke Leistung und liessen die grossgewachsenen und schussgewaltigen Basler in den ersten 30 Minuten phasenweise beinahe verzweifeln. Gegenüber dem Auftaktspiel waren die Kreuzlinger nicht wiederzuerkennen. «Die Abwehr hat hervorragend gespielt», freute sich auch Spielertrainer Mierzwa, der nach einer Knieoperation die Saison vorzeitig beenden musste. Und der ehemalige deutsche Nationalspieler und langjährige Goalgetter von Pfadi Winterthur (NLA) weiss, dass der Erfolg gegen den offensiv sehr starken SV Fides St. Gallen erneut über eine kompakte und aggressive Verteidigungsarbeit führt. «Wir wissen um die Stärken unseres nächsten Gegners und werden bereit sein,» gibt sich Mierzwa zuversichtlich. Positiv darf ihn auch stimmen, dass man gegen Birsfelden 26 Treffer erzielen konnte, obschon gerade die beiden Goalgetter Peter Schramm und Gabor Fülöp ihr Potenzial längst nicht ausschöpften. Liga-Topscorer Schramm dürfte gegen die St. Galler nach seiner Verletzung wieder vermehrt zum Einsatz kommen und mit dem Bundesligaerfahrenen Oliver Gross besitzt man im Rückraum eine starke Alternative. Zu den Matchwinnern gehörte gegen Birsfelden aber auch Goalie Lukas Buff, der mit rund 20 Paraden und einem gehaltenen Penalty glänzte.

Hart umkämpft
Die beiden bisherigen Saisonduelle gegen den SV Fides St. Gallen waren hart umkämpft. In der Vorrunde verlor der HSCK auswärts mit 28:31, um dann das Rückspiel mit einem beeindruckenden Endspurt mit 28:27 zu gewinnen und sich damit den Gruppensieg zu sichern. Das Team von Trainer Erwin Ganz hat sich auf die aktuelle Spielzeit hin nochmals markant verstärken können. Mit Andreas Keel, David Hefti und Fabian Gunziger verfügt Fides über einen NLA-erprobten Rückraum und mit Daniel Berger über einen brandgefährlichen Flügel.

Die Olmastädter sind wie der HSCK mit einer Auswärtsniederlage (29:31 bei der HSG Leimental) in die Finalrunde gestartet. Am letzten Samstag gelang ihnen dann aber mit dem 25:24 über Kreuzlingen-Bezwinger Baden der Befreiungsschlag. Beide Teams stehen im Ostschweizer Derby erneut unter Druck, denn mit zwei Niederlagen lässt sich der Aufstieg kaum realisieren. Für den Verlierer dieses Ostschweizer Derbys ist der NLB-Zug praktisch schon abgefahren, während sich der Sieger für die restlichen beiden Finalrundenspiele eine top Ausgangslage schafft.

Für Spannung pur ist also gesorgt und natürlich würde sich der HSC Kreuzlingen erneut über einen so stimmungsvollen Rahmen wie zuletzt gegen den TV Birsfelden freuen, als über 500 Fans die Mannschaft zum Sieg puschten.

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