/// Rubrik: Region | Topaktuell

Tourismusverein gut aufgestellt

Lengwil/Kreuzlingen – Kreuzlingen Tourismus ist auf einem guten Weg. Wie an der 138. Generalversammlung in Lengwil bekannt wurde, ist die neue Leistungsvereinbarung nun unter Dach und Fach.

Auch 2013 hat das Geschäftsstellen-Team (v.l.) Christine Gräser, Patrizia Punzi, Geschäftsführerin Nicole Esslinger und Ingrid Bellagio viel vor. (Bild: Thomas Martens)

Auch 2013 hat das Geschäftsstellen-Team (v.l.) Christine Gräser, Patrizia Punzi, Geschäftsführerin Nicole Esslinger und Ingrid Bellagio viel vor. (Bild: Thomas Martens)

Als «Schicksalsjahr» hatte Vereinspräsident und Stadtammann Andreas Netzle 2012 bezeichnet. Nach dem spektakulären Austritt der drei «Sonnenecke-Gemeinden» Altnau, Langrickenbach und Güttingen stand grundsätzlich die Frage im Raum, wie es mit dem Verein weitergeht.

Ein wichtiges strategisches Ziel konnte Anfang 2013 endlich erreicht werden, die verbliebenen acht Gemeinden unterzeichneten für die nächsten vier Jahre eine neue Leistungsvereinbarung. Diese gibt den Rahmen vor, in dem Vorstand und Geschäftsführung agieren können. «Nur die Ränder des Bezirks Kreuzlingen sind nicht dabei», bedauert Netzle.

2012 kamen knapp 4000 Besucher in die Geschäftsstelle des Vereins, der sich neu «Kreuzlingen Tourismus am Bodensee» nennt. «Damit soll das Bekenntnis zum Standort klarer zum Ausdruck kommen», erklärt Netzle. Insgesamt habe es gemäss Geschäftsführerin Nicole Esslinger etwas mehr als 10000 Kundenkontakte gegeben.

Die Anzahl der Logiernächte ging im vergangenen Jahr gegenüber dem Spitzenjahr 2010 etwas zurück und lag mit 77237 auf dem Niveau von 2011. Die Hotels verzeichneten 35252 Übernachtungen, die Parahotellerie – Jugendherbergen und Campingplätze – knapp 42000. Esslinger wies erneut darauf hin, dass diese Zahlen nicht aussagekräftig sind, da sie auf «freiwilligen Angaben» der Beherbergungsbetriebe beruhen. «Wieviele Logiernächte es tatsächlich gab, wissen wir nicht.» Es gebe im Thurgau nun mal kein Tourismusgesetz, das vollständige Angaben vorschreibe.

Stadt senkt Abgabe
Um Freiwilligkeit geht es auch beim Thema Beherbergungstaxen. Stadt und Tourismusverein gingen bis 2011 als gemeinsame Betreiber des Campingplatzes Fischerhaus jahrelang mit gutem Beispiel voran. Sie gaben pro Gast und Tag einen Franken an Kreuzlingen Tourismus ab, 60 Rappen mehr, als die eigentliche freiwillige Leistung beträgt.

Jetzt rudert die Stadt Kreuzlingen als alleiniger Betreiber aber wieder zurück und zahlt nur noch den Mindestbetrag von 40 Rappen. «Das gute Beispiel hat leider keine Schule gemacht», begründet Stadtammann Netzle: «Wir sehen deshalb keine Notwendigkeit, oben zu bleiben.» In diesem Zusammenhang stellt sich für ihn die generelle Frage, ob der Thurgau sich als «Tourismuskanton» versteht. Wenn ja, sollten bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden, wie beispielsweise ein Tourismusgesetz, das gewisse Vorgaben mache.

Gutes Finanzpolster
Finanziell steht der Verein mit einem Plus von 29460 Franken «ausserordentlich gut» da, wie Finanzchef und Vize-Präsident Jörg Sinniger betonte. Dies sei im wesentlichen auf geringere Werbeaufwendungen zurückzuführen. Da die Beherbungstaxen 2013 massiv zurückgehen werden, sei in diesem Jahr mit einem Ertrag von knapp 4800 Franken zu rechnen.

«Wir sind aber nicht da, um Gewinn anzuhäufen», macht Präsident Netzle deutlich. So wurde als neueste Marketingaktion die Homepage ins Englische übersetzt, zudem wird die Freizeitbroschüre neu aufgelegt. Weitere Massnahmen wie Ausbau der Dienstleistungen für die Leistungsträger und Entwicklung neuer Angebote runden das Tätigkeitsspektrum der Geschäftsstelle ab.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.