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Das Quartier mit Leben erfüllt

Kreuzlingen – Der Quartierverein Emmishofen blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück, dessen Höhepunkt die Organisation der Bundesfeier war. (Text: Kurt Peter)

Die Bundesfeier 2012 war mit ein Highlight im Vereinsjahr. (Bild: kb)

Die Bundesfeier 2012 war mit ein Highlight im Vereinsjahr. (Bild: kb)

Noch nie in ihrer Amtszeit habe sie einen vollen Ordner mit Kassenbelegen und Quittungen bearbeiten müssen, doch 2012 sei dies der Fall gewesen, erklärte Theres Stolz. Der Grund war schnell ausgemacht, zahlreich waren die Veranstaltungen, welche der Quartierverein Emmishofen im vergangenen Jahr durchgeführt hatte. Die Kassierin musste den Vereinsmitgliedern anlässlich der Jahresversammlung am Donnerstagabend im Stefanshaus ein Defizit präsentieren. Bei Einnahmen von 26’600 Franken und Ausgaben 29’700 Franken blieb ein Aufwandüberschuss von 3100 Franken. Das Vereinsvermögen schrumpfte deshalb auf knapp 23’700 Franken. Die Rechnung wurde von den Anwesenden einstimmig angenommen.

Drei prägende Veranstaltungen
Auf diese von Theres Stolz angesprochenen Anlässe ging Präsident Christian Brändli in seinem Jahresbericht im Detail ein. Drei Veranstaltungen waren dabei besonders prägend im Vereinsjahr. Die Einweihung des renaturierten Saubachs sei zwar ordentlich verregnet und trotzdem ein Erfolg gewesen. Die Jubiläumsfeier «75 plus 2» zum 77-jährigen Bestehen des Quartiervereins beim Pfadiheim bezeichnete Brändli als weiteres Highlight.

Der Verein war im vergangenen Jahr Veranstalter der Bundesfeier. Brändli sprach im Rückblick von einem gelungenen Fest mit gemütlicher Stimmung beim Schulzentrum Emmishofen-Bernegg. Er schätzte die Zahl der Gäste auf rund 500 und das gebotene Programm für Kinder und Erwachsene als gelungen. Nach der Herbstwanderung im Oktober und dem Chlausstamm im Dezember bildete der Silvesterapero auf Schloss Girsberg den traditionellen Jahresabschluss.

Durch die Welt essen
Stadtschreiber Thomas Niederberger referierte zu Beginn der Jahresversammlung über seine Tätigkeiten in der Verwaltung, nützte aber vor allem die Chance, als OK-Präsident das «Chrüzlinger Fäscht» vorzustellen. Dieses findet am Samstag, 1. Juni, von 11 bis 24 Uhr auf dem gesperrten Boulevard statt. 20 Länder werden ihre Spezialitäten in Musik, Tanz und Essen präsentieren. Das Organisationskomitee arbeite intensiv und diskutiere konstruktiv, erklärte Niederberger.
«Das Fest wird von der Basis her gestaltet, jedes Land hat Einsitz in der Organisation». Ein Umstand, der zwar eine grosse Teilnehmerzahl an den Sitzungen bedinge, dafür aber auf für einen sehr grossen Zusammenhalt sorge. Die Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger könnten sich auf eine grosses Fest freuen und neben den verschiedenen Aktionen und Attraktion «ist es möglich, sich durch die ganze Welt zu essen».

Politik auf Augenhöhe
Zum Abschluss der Jahresversammlung referierte Nationalrat Christian Lohr zum Thema «erste Erfahrungen im Bundeshaus». Für ihn sei es ein Anliegen, Politik auf Augenhöhe zu machen, was in Bern «kleine und vertretbare infrastrukturelle Anpassungen nötig gemacht haben», wie sich Lohr ausdrückte. Denn «ich will ja gesehen werden, wenn ich das Wort ergreife». Die Interessen des Kantons und der Region zu vertreten sei ihn ein wichtiges Thema, auch wenn das nicht einfach sei. Anliegen und Ideen aus der Bevölkerung wünschte sich der Nationalrat, «auch wenn ich nicht versprechen kann, diese erfolgreich im Bundeshaus durchzusetzen».

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