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Dank Derbysieg: HSC Kreuzlingen kämpft weiter um Aufstieg

Kreuzlingen – Der HSC Kreuzlingen bezwangen im Derby den SV Fides St. Gallen mit 29:25 (14:10) und gehört damit zum punktgleichen Spitzentrio der Aufstiegsrunde zur NLB. (Text: Markus Rutishauser)

(Bild: zvg)

(Bild: zvg)

Nach dem Fehlstart in Baden (22:31) haben sich die Kreuzlinger mit den beiden Heimsiegen gegen Birsfelden (26:21) und Fides St.Gallen (29:24) endgültig ins Rennen um die beiden NLB-Tickets zurückgemeldet. Die letzten beiden Spieltage versprechen extrem viel Spannung, liegen doch drei Teams (Baden, Willisau, Kreuzlingen) mit jeweils 4:2 Punkten vorne, verfolgt von Leimental (nur 30:30 gegen Schlusslicht Birsfelden) mit 3:3 Zählern. Auch für Fides St. Gallen (2:4 Punkte) ist der Aufstieg (mindestens Platz 2) zumindest rechnerisch immer noch möglich. Einzig Birsfelden (1:5 Punkte) ist schon nach drei Runden aus der Entscheidung gefallen.

Am nächsten Samstag bestreitet der HSCK den Spitzenkampf der Runde beim punktgleichen Tabellenzweiten Willisau. Am letzten Spieltag vom 11. Mai empfängt man dann um 19 Uhr noch die HSG Leimental.

Abwehr erneut bärenstark
Wie schon eine Woche zuvor gegen Birsfelden zeigte der HSC Kreuzlingen auch im Ostschweizer Derby eine bärenstarke Abwehrleistung.  Der wurfgewaltige, NLA-erfahrene Rückraum der St. Galler mit den beiden Ex-Nationalspielern Fabian Gunziger und Andreas Keel sowie David Hefti kam in keiner Phase auf Betriebstemperatur. Insbesondere Scharfschütze Keel biss sich schnell die Zähne an der kompakten und gut organisierten Abwehr der Thurgauer aus. In einer von Nervosität und Fehlern geprägten Startphase, welche aus Sicht des HSCK mit einem verschossenen Penalty suboptimal begann, überwand Fides den einheimischen Schlussmann Lukas Buff erst in der 9. Minute erstmals. Bis auf einmal (12./3:4) lagen die Rot-Weissen immer mit zwei bis drei Treffern vorne. Fides-Trainer Erwin Ganz sah sich deshalb bereits nach einer Viertelstunde zu einem Time-out gezwungen. Zurück auf den richtigen Weg brachten aber auch die neuen Instruktionen sein Team nicht. Im Gegenteil: Die Kreuzlinger legten kurz vor der Pause mit drei Treffern in Folge zwischenzeitlich sogar auf 13:8 vor und rettete in Unterzahl zumindest eine Viertore-Führung in die Halbzeitpause.

St. Gallen nochmals nahe dran
Nach dem Seitenwechsel versuchte Fides den Kreuzlinger Angriffsschwung mit einer Manndeckung ins Stocken zu bringen. Nach dem 15:10 durch Kreisläufer Stefan Runge zeigte diese Massnahme durchaus Wirkung. Auch dank Daniel Berger, der dreimal traf, kam Fides wieder mehrmals bis auf einen Treffer heran, zuletzt in der 43. Minute beim 20:19. Der Ausgleich wollte den St. Gallern aber partout nicht gelingen, zumal Kreuzlingen immer wieder eine passende Antwort parat hatte. Heiss umkämpft blieb das Derby aber allemal. Eine Viertelstunde vor Schluss verpassten es die Thurgauer, die Partie in Überzahl vorzeitig zu entscheiden.

In Überzahl vergaben sie beim Spielstand von 23:20 gleich drei (!) hochkarätige Torchancen. Zweimal rettete die Torumrandung für Fides und einmal ihre bester Mann, Torhüter Andreas Scherer. Ohne ihren starken Keeper wären die St. Galler bereits früher deutlicher distanziert worden. Auch wenn die letzten zehn Minuten viel Spannung boten und Trainer Ganz mit einer doppelten Manndeckung nochmals alles versuchte, ernsthaft in Gefahr geriet der Heimsieg des HSC Kreuzlingen nicht mehr, denn näher als bis auf drei Treffer (zuletzt beim 27:24/57.) konnte Fides nie aufschliessen.

Mierzwa: «Unser Weg ist noch nicht zu Ende»
HSCK-Trainer Alexander Mierzwa zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden und lobte erneut die Abwehr inklusive der beiden Torhüter Buff und Greiner (ab 34.). «Wenn wir auch in den letzten beiden Spielen so stark verteidigen, dann liegt der Aufstieg absolut drin. Mit den beiden Heimsiegen hat die Mannschaft eine positive Reaktion auf den missglückten Start in Baden gezeigt. Unser Weg ist aber noch nicht zu Ende. Bereits am nächsten Samstag folgt die nächste Prüfung in Willisau – und auch die wollen wir bestehen!»

Fides-Trainer Erwin Ganz war nach Spielschluss natürlich bitter enttäuscht. Den Hauptgrund für die Niederlage sah er im Rückraum, welcher in diesem Derby überhaupt nicht auf Touren kam. Ans Aufgeben denkt Ganz trotz dieses Rückschlags aber noch lange nicht: «Jetzt erst recht! Wir werden in den letzten beiden Spielen nochmals alles geben. Abgerechnet wird bekanntlich erst ganz am Schluss.»

Kreuzlingen – Fides St. Gallen 29:24 (14:10)
Sportzentrum Egelsee. – 450 Zuschauer. – Sr. Oswald/Oswald.
Strafen: je 4-mal 2 Minuten.
Kreuzlingen: Buff (ab 34. Greiner); Briegmann (2), Eblen (4), Fekete (9/3), Fülöp (4/1), Gacsalyi (1), Gross, Heim (2), Müller, Runge (3), Schramm (4), Schweikhardt.
St. Gallen: Scherer (Kappenthuler für 1 Penalty); Alp (1/1), Berger (4/1), Bösch (4), Bruggmann (1), Denzler, Gunziger (2), Hefti (4), Hörler (1), Keel, Looser (4), Senn (3), Wild.
Penaltystatistik: Kreuzlingen 4/6, St. Gallen 2/3. – Greiner hält gegen Berger (34./16:13), Scherer hält gegen Fülöp (3./0:0) und Fekete (54./26:23).
Time-outs: Kreuzlingen: 26. (13:8) und 57. (27:24). – St. Gallen: 16. (6:4) und 50. (23:20).

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