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Online-Toolbox: Vernetzt gegen das Littering

Frauenfeld – Littering ist, vor allem im Sommer, ein weitverbreitetes und lästiges Phänomen. Dass es bekämpft werden muss, darüber sind sich alle einig. Schneller Zugang zu Information, praxiserprobte Beispiele und optimale Vernetzung – für den Erfolg von Massnahmen sind dies wichtige Grundlagen. Sie wurden zusammengestellt, werden laufend ergänzt und sind nun online verfügbar unter www.littering-toolbox.ch.

(Bild: sb)

(Bild: sb)

Über 150 Millionen Franken werden jährlich schweizweit aufgewendet, um die öffentlichen Räume vom Littering zu säubern, Tendenz steigend. Viele Gemeinden, Städte und Kantone wollen dieser Entwicklung aktiv entgegenwirken; nicht nur mit Verboten und Bussen, sondern auch mit Informations- und Sensibilisierungsmassnahmen oder einer Kombination davon. Die Littering-Toolbox liefert nötige Grundinformationen zum Thema, fasst die Erfahrungen und Best-Practice-Beispiele aus verschiedenen Kantonen und Gemeinden zusammen und fördert die Vernetzung der Akteure.

Toolbox für wirkungsvolle Massnahmenplanung
Das Littering manifestiert sich sehr unterschiedlich, die Ursachen und Einflussfaktoren sind zahlreich. Patentrezepte gibt es keine – aber typische Situationen zeichnen sich ab. Genau solche Situationen werden in der Toolbox beschrieben: Badiwiesen, Campingplätze, Grillstellen, Bahnhofplätze, dezentrale Parkplätze, Parkanlagen, Strassen etc. Den einzelnen Situationen sind mögliche Ursachen, mögliche Verursacher, mögliche Gegenmassnahmen und dazu dienliche Hilfsmittel zugeordnet. So muss das Rad nicht von jeder zuständigen Behörde neu erfunden werden. Die Toolbox fördert die Vernetzung der Akteure und macht schnellere Entscheidungen zu Massnahmen gegen das Littering möglich, weil die Vorschläge erprobt sind und von den Erfahrungen anderer profitiert werden kann. Die Navigation im Online-Tool ist intuitiv und einfach, die Texte sind kurz, Informationen schnell gefunden.
 
Initiative aus dem Thurgau
Die Toolbox ist ein Resultat der Anti-Littering-Kampagne des Kantons Thurgau. Bei der Ausarbeitung und Finanzierung des neuen, ganzheitlich orientierten Tools haben die Kantone Thurgau, Zürich, St. Gallen, Solothurn, Schwyz, Glarus, Zug und das Fürstentum Liechtenstein sowie die Stadt Zug mitgewirkt, mit Beteiligung auch des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), der Konferenz der Vorsteher der Umweltämter (KVU) sowie der Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU) und der Fachorganisation «Kommunale Infrastruktur» des Gemeinde- und Städteverbands. Die Toolbox richtet sich an Entscheidungsträger aller politischen Ebenen. Die Toolbox ist keine Anleitung für Massnahmen gegen Littering, aber sie stellt Werkzeuge für Massnahmen zur Verfügung. Je mehr Akteure ihre Erfahrungen einbringen, sich vernetzen und von einander lernen, desto wirkungsvoller wird das Instrument. Die Toolbox steht in Deutsch, Französisch und Italienisch bereit.

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