/// Rubrik: Topaktuell

Neue Massstäbe im Holzbau

Salenstein – Mit einer kleinen Feier ist am Freitag der Baubeginn für das neue Kompetenzzentrum Beratung Arenenberg begangen worden. Für knapp fünf Millionen Franken entsteht beim Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg ein zkunftsweisender Holzbau mit 45 Arbeitsplätzen. Mit dem Neubau wird eine optimale Infrastruktur für eine zeitgemässe Bildungs- und Beratungstätigkeit erstellt.

Der Startschuss für den Baubeginn des neuen Kompetenzzentrums Beratung Arenenberg ist gefallen. (Bild: zvg)

Der Startschuss für den Baubeginn des neuen Kompetenzzentrums Beratung Arenenberg ist gefallen. (Bild: zvg)

Die Fachpersonen des BBZ Arenenberg sind nicht nur im Fachunterricht auf verschiedenen Stufen der Ausbildung tätig, sondern ebenso intensiv in der Beratung der Landwirte und Bäuerinnen und ihrer Organisationen. Mittlerweile sind für das BBZ Arenenberg in drei verschiedenen Gemeinden und sechs verschiedenen Gebäuden 40 Personen in der Bildung und Beratung tätig. Diese werden nun in einem Gebäude zusammengefasst. Der Bezug des Neubaus ist auf Sommer 2014 geplant.
 
Zukunftsweisender Holzbau im Minergie-P-Standard
Die Planung des Neubaus erfolgte über ein Projektwettbewerbsverfahren, zu dem 14 Thurgauer Architekturbüros eingeladen wurden. Die Aufgabe bestand darin, eine betrieblich, finanziell und ortsbaulich optimale Lösung zur baulichen Umsetzung des geplanten Kompetenzzentrums Beratung zu entwickeln, bei welcher der Kanton einen innovativen und zukunftsweisenden Holzbau erwartete, der schweizweit neue Massstäbe setze. Die Bauweise sollte umfassende architektonische Qualitäten mit ökonomischer Verantwortung, ökologischem Bewusstsein, funktionaler Klarheit und neuesten Energiekonzepten vereinen. Den 1. Preis im Wettbewerb erlangte das Architekturbüro Staufer & Hasler, Frauenfeld. Das Projekt erfüllt sämtliche Vorgaben des Kantons in optimaler Weise. Die Arbeitsplätze sind über drei Geschosse verteilt. Die Teambüros und die Einzelbüros sind nach Osten und Westen ausgerichtet. An der Nordfassade befinden sich die grossen Gruppenarbeitsplätze. Im Dachgeschoss werden zwei Besprechungsräume und ein Sozialraum, angeboten. Der Charakter der Konstruktion drückt sich in den Holzstützen und den Vollholzdecken aus. Der Boden ist als geschliffene Massivplatte ausgebildet und dient als Speichermasse sowie robuster Nutzbelag. Die Trennwände bestehen aus Holzrahmen, die mit Füllungen ausgefacht oder gegenüber der zentralen Halle verglast sind. Bei der Ausführung wird regionales FSC-zertifiziertes Holz verwendet. Die einfache rechteckige Gebäudegrundform wird geschossweise gegen oben erweitert.

Ansicht der Ostfassade. (Bild: zvg)

Ansicht der Ostfassade. (Bild: zvg)

Haustechnik und Energie
Das Haus wird nach dem neuesten Stand der Technik gedämmt und dank der Holzbaukonstruktion entstehen keine Wärmebrücken in den Übergängen. Das Gebäude erzielt den aktuellen Minergie-P Standard. Die Raumlüftung wird von oben nach unten vertikal entlang den Fassaden geführt. Die Zuluft erfolgt über die Nordseite via Erdregister. Die Abluft wird über das Kaskadenlüftungssystem von den Büroräumen über die Erschliessungsgänge zur vertikalen Hauptsteigzone zurück zur Dachzentrale geführt.

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