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Tägerwilen schafft neue Reserve für Landkäufe

Tägerwilen – Die Stimmberechtigten genehmigen alle Rechnungen 2012 sowie das Kreditbegehren über 645000 Franken zur Sanierung Oberdorfstrasse. 300000 Franken aus der Gemeindekasse werden in einer Spezialfinanzierung für künftige Landkäufe reserviert.

(Bild: Archiv)

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Zunächst gab es eine Traktandenänderung: Da die Bürgergemeinde dem geplanten Landtausch nicht zustimmte, beantragte Gemeindeammann Markus Thalmann die Streichung des entsprechenden Traktandums. Zum «demokratischen Entscheid» der Bürgergemeinde wolle er aber nichts sagen, kommentierte Thalmann. Sein Bedauern war jedoch spürbar. Während ein, zwei Jahren habe er zusammen mit Verwaltungsratspräsident Viktor Lussi, dem er Dank aussprach, einen «Konsens erarbeitet».

Ergebnis ist Vertrauensbeweis
Gemeinderat Jörg Sinniger stellte die grössten Abweichungen der Rechnung 2012 vor, die mit einem Gewinn von rund 74000 Franken schliesst (wir berichteten). Ohne den Verkaufsgewinn zweier Landgeschäfte von 300000 Franken wäre das operative Jahresergebnis der Gemeinde negativ ausgefallen. Dem Antrag des Gemeinderates, den «aussergewöhnlichen Verkaufsgewinn» für eine neue, zweckgebundene Spezialfinanzierung für Landkäufe zu verwenden, stimmten die anwesenden 85 Stimmberechtigten einstimmig zu.

Künftig will die Gemeinde damit aktiver am Grundstücksgeschäft teilnehmen, etwa steuern, dass Land an Tägerwiler Familien oder Firmen geht. Auch Landkauf als wichtige Reserve für die Zukunft ist so möglich. Der durch die Gewinnverwendung entstandene Verlust wird mit der Steuerausgleichsreserve verrechnet.

Über die Sanierung des ersten Teils der Oberdorfstrasse informierte Gemeinderat Willi Sauter. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger genehmigten das Kreditbegehren von 645000 Franken für die Arbeiten inklusive Entwässerung und Beleuchtung (LED-Strassenbeleuchtung) sowie neue Wasser- und EW-Leitungen mit einem deutlichen Ja.

Unter «Mitteilungen und allgemeine Umfrage» informierte Gemeindeammann Markus Thalmann kurz und bündig über den Stand der Dinge in der Ortsplanungskommission. Richtplan, Zonenplan, Baureglement und Planungsberichte sind seit 25. April beim Kanton zur Vorprüfung. Für «einigen Hickhack» werde noch der Schutzplan Kulturobjekte sorgen, so Thalmann. 77 Häuser sollen in den Plan aufgenommen werden – mit 16 nur ist die Kommission einverstanden. Sollte die kantonale Vorprüfung rechtzeitig erfolgen, dann könnte die öffentliche Auflage wunschgemäss im August/September erfolgen.

Im Anschluss bewies Fritz Christen sein beeindruckendes Wissen über den Tägerwiler Maler Ernst Kreidolf durch ein Referat mit etwas Überlänge. Begeistert, teilweise erleichtert, bedachten ihn die Anwesenden mit grossem Applaus.

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