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Für ein Primarschulhaus mit Pfiff

Tägerwilen – Die Volksschulgemeinde will das Primarschulhaus an der Hauptstrasse fit machen für die nächsten 30 Jahre. Laut Machbarkeitsstudie können die Wünsche von Lehrerschaft und Behörde für rund 4,6 Millionen Franken umgesetzt werden.

(Bild: zvg)

(Bild: zvg)

Das Primarschulhaus soll erweitert und saniert werden. Welche Wünsche und welcher Bedarf auf Seiten der Schulbehörde vorhanden ist und wie die Umsetzung aussehen könnte, wurde am vergangenen Montagabend Lehrerschaft und Parteivertretern anhand einer Machbarkeitsstudie vorgestellt. Eltern kamen leider keine an die öffentliche Informationsveranstaltung.

«Das Haus hat viel erlebt, und das sieht man ihm an», eröffnete Karin König-Ess. Zeit für ein Update, erklärte die Schulpräsidentin. Der Entscheid dazu sei getreu dem Leitsatz der Behörde gefallen, «an allen Schulstandorten eine zweckmässige und unterrichtsgerechte Infrastruktur zur Verfügung» zu stellen. 60000 Franken hatten die Stimmberechtigten an der Budgetgemeinde im November 2012 für die Studienerstellung genehmigt.

Die Studie ist noch kein Bauprojekt, betonte Schulleiterin Lena Reisch. Sie zeigt lediglich eine mögliche Umsetzung, einen planerischen Grobentwurf und ungefähre Kosten.  Auch denkmalpflegerische Voraussetzungen wurden in ihrem Rahmen geprüft. Mit der Machbarkeitsstudie wurde wichtige Vorarbeit für die nächste Projektphase geleistet, denn für das 150 Jahre alte Schulhaus existierten nicht einmal Pläne.

Räumliche Verbesserung
Sechs Regelklassen sowie ein Zimmer für die Einführungsklasse und eines für die Schulische Heilpädagogik können realisiert werden, informierte Bauherrenberater Michael Bühler. Der Wunsch nach Gruppenräumen, die möglichst an die Klassenzimmer angeschlossen sein sollten, wurde erfüllt. Ein Raum ist extra für Schulveranstaltungen vorgesehen, es gibt genügend Platz für den Hauswart, ein Lernatelier sowie Garderoben- und WC-Anlagen. Das Gebäude wird behindertengerecht umgebaut, Elektroinstallationen und Heizungsanlagen werden erneuert, den Brandschutzauflagen entsprochen. Brachliegende Flächen wie der Dachstock oder ein verlassener Heizungsraum würden neu im Schulbetrieb genutzt.

Teilweise mussten aber auch Abstriche gemacht werden. «Unter dem Dach kann aufgrund der denkmalpflegerischen Auflagen kein Regelklassenzimmer realisiert werden», so Bühler. Für andere Nutzräume ist kein Platz mehr: Die Studie sieht vor, Bibliothek und Lehrerzimmer auszulagern, erstere in die Sekundarschulbibliothek, letzteres ins Schulhaus Castell. Dort soll ein zentrales Lehrerzimmer für die gesamte Primarschule entstehen.

Der hintere, weder baulich noch historisch wertvolle Anbau am Schulhaus wird für die Erweiterung abgebrochen, dann neu und grösser gebaut. Die Haupträumlichkeiten des historischen Schulhauses werden kaum geändert.

Die Sanierung und Erweiterung des Primarschulhauses würde laut Studie insgesamt rund 4,6 Millionen Franken kosten. Die baulichen Massnahmen für die Auslagerungen wären dabei miteingeschlossen. Laut Zeitplan könnte im Mai 2015 Baubeginn sein. An der nächsten Budgetgemeinde werden die StimmbürgerInnen über den «Planevaluations- und Projektierungskredit» entscheiden.

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