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Die Zeit der grossen Stars ist vorbei

Konstanz – Zehn verschiedene Abo-Konzertprogramme wird die Südwestdeutsche Philharmonie aus Konstanz in der kommenden Spielzeit 2013/14 zum Besten geben, wie immer verteilt auf die vier Abo-Ringe und mehrere Tage. Die Spielzeit beginnt am Mittwoch, 11. September, mit dem ersten Teil von «Russischer Herbst».

Madeleine Häusler präsentiert die Abo-Konzerte 2013/14. (Bild: Thomas Martens)

Madeleine Häusler präsentiert die Abo-Konzerte 2013/14. (Bild: Thomas Martens)

Interimsintendantin Madeleine Häusler, die das auf Grund der grossen Sparvorgaben «abgespeckte Programm» erst- und letztmals zusammen mit Chefdirigent  Vassilis Christopoulos verantwortet, kann und will diesmal «die grossen Flaggschiffe nicht auffahren». Stattdessen kommen Solokünstlerinnen und -künstler zum Zuge. Diese dürften zwar der breiten Öffentlichkeit kaum etwas sagen, deren Namen haben in der klassischen Musikszene aber durchaus guten Klang.

Am bekanntesten sollte Geigerin Isabelle van Keulen sein, die den «Russischen Herbst» Teil zwei in Szene setzt. Oder Beatrice Rana am Klavier bei «Eroica» im November 2013.  Mit Julian Steckel am Cello wird in der «Wiener Klassik» im März 2014 auch aufstrebenden Nachwuchstalenten eine Chance gegeben.

Konzerte im Inselhotel
Besonderheit in der nächsten Spielzeit ist, dass das Konzil wegen der Landesausstellung zum Konziljubiläum nur eingeschränkt als Spielstätte zur Verfügung steht. Deshalb weicht das Orchester mit der «Wiener Klassik» und den Konzerten von Kolja Blacher im April 2014 auf den Festsaal des Inselhotels aus. «Hier finden wir sehr gute Bedingungen vor, müssen aber an mehr Tagen spielen, um alle Abonnenten in den Genuss kommen zu lassen», sagt Madeleine Häusler, die noch bis Ende Juli im Amt ist und bis dahin auch ihren Nachfolger Beat Fehlmann einarbeitet. Der Schweizer tritt seinen Dienst am 1. September an.

Apropos Schweiz: In Kreuzlingen wird es 2013/14 keine Abo-Konzerte und voraussichtlich nur drei Aufführungen geben, eine im Dreispitz, zwei in der Aula der PMS. Dabei handelt es sich nach Aussagen Häuslers um junge Meister, das Abschlusskonzert eines Dirigierworkshops  der Zürcher Hochschule der Künste und ein Kammerkonzert. Mehr sei angesichts der Zuschüsse des Kantons Thurgau und der Stadt Kreuzlingen nicht drin. Der Kanton überweist im Jahr 20000 Franken ans Konstanzer Orchester, von der Stadt Kreuzlingen kamen 2012 sogar 25000 Euro. Das gesamte Programm der neuen Spielzeit gibt die Intendanz im Juli bekannt.

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