/// Rubrik: Leserbriefe

Oh Bou(uuu)levard, oh Bou(uuu)levard

Die Initianten der Fussgängerzone auf dem Boulevard in Kreuzlingen haben es geschafft. War schon ein Nervenkitzel, nicht wahr? Gott sei Dank fand ja in der Zwischenzeit noch die GEWA statt, wo man zu Hauf Leute auf die Initiative ansprechen konnte. (Text: Hermann Merz)

(Bild: pixelio)

(Bild: pixelio)

Am Boulevard war es ja offensichtlich nicht möglich. Es bleibt zu rätseln übrig, ob die diejenigen Menschen an der GEWA, welche für die Initiative ihre Unterschrift leisteten, überhaupt mit den Fakten vertraut waren. Mit Pro und Contra, mit Positiv und Negativ. Leisteten Sie manchmal vielleicht auch nur ihre Unterschrift, weil sie die Initianten nicht vor den Kopf stossen wollten?Aber, nichts desto trotz frage ich mich nun, wie denn weiter? Sollte die Initiative einer verkehrsfreien Fussgängerzone vom Volk angenommen werden, müssen dann die wenigen (!) Parkplatzmarkierungen wieder entfernt werden? Mit welchen Mitteln wird dann der Boulevard (auf Deutsch: Prachtstrasse) umgestaltet und hergerichtet, so dass er tatsächlich zum Flanieren und Einkaufen einlädt? Momentan ist der Asphalt grau, die Laternen sind grau und die Begrenzungspfosten ebenfalls. Ja, und für eine Prachtstrasse sollten denn auch vielleicht einige Gebäude einer Renovation unterzogen werden.  Dies alles ist natürlich wieder mit Kosten verbunden, welche die Initianten der kommenden Volksabstimmung wohl kaum aus dem eigenen Sack berappen werden. Vor einigen Tagen war auch noch das Schlagwort «Staulingen» in der Zeitung zu lesen. Man wünschte sich, dass die durchfahrenden Automobilisten auch die Kreuzlinger Detailisten berücksichtigt hätten. Doch wie soll so etwas möglich sein, wenn der mögliche Kunde von der Innenstadt und somit von der Prachtstrasse praktisch ferngehalten werden soll? So ist kein zufälliger Blick des Automobilisten auf eine Dekoration eines Schaufenster möglich, der ihn vielleicht zum Anhalten animiert. Einkaufen ist wie Essen: Das Auge isst mit!

Share Button

2 thoughts on “Oh Bou(uuu)levard, oh Bou(uuu)levard

  1. Bruno Neidhart

    Ich bleibe dabei: Der „Boulevard“ (die alte, ehemals florierende „Kreuzlinger Hauptstrasse“) muss in allen Belangen neu gedacht werden, um ihn erfolgreicher für die Zukunft zu machen. Beginnt sogar bei der Baumwahl (Gleditschie): Hübsch, aber nichts sagend für einen „Boulevard“. Mehr für Parks oder allenfalls Ausfallstrassen geeignet. Anspruchslosigkeit und Winterhärte reichen zur Qualifizierung zu einem beeindruckenden, fülligen „Boulevardbaum“ nicht aus. Die Frage: „Zu Fuss oder per Fahrzeug“ ist letztlich eine eher zweitrangige Strassenfrage. Sie löst sich aus den Bedürfnissen ihrer Funktion im Zusammenhang mit den Aktivitäten auf dieser Meile.

    Antworten
  2. Merki Margrith

    Von wegen Prachtstrasse: Wieviel Steuergeld wurde da schon verlocht und wird weiterhin verlocht werden?!! Aber die Stadt hat ja genügend Geld, um immer wieder neue Versionen zu präsentieren und auszuführen. Neue Bodenwellen auf der ehemaligen Hauptstrasse, auf der Fortsetzung des Boulevards. Wo sollen den die Ausländer auf dem nächsten Weg zur Grenze fahren? Auf der Natinonalstrasse mit Tempo 30 und dann unten ja nichts links abbiegen, weil die Bahnhofstrasse verengt wurde, damit am Bahnhof ein Begegnungsplatz entstehen konnte für die Asylanten? Ist Kreuzlingen noch zu helfen?? Ich zweifle!!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar zu Merki Margrith Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.