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Schüler forschen zur Energiewende

Kreuzlingen – Energiewende – dieses komplexe Thema wird die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten intensiv beschäftigen. An der Technikwoche der Kantonsschule Kreuzlingen haben die Maturanden zu Projekten rund um alternative Energiegewinnung geforscht.

Die Schüler forschten zu regenerativen Energien. (Bild: zvg)

Die Schüler forschten zu regenerativen Energien. (Bild: zvg)

«Die Energiewende ist da, sie ist sehr sinnvoll und notwendig. Keine Diskussion. Ein Muss, ein Überlebensstratgie des Menschen», meint KSK-Bio- und Chemielehrer Witold Ming zur Frage von Schülern zum Thema der diesjährigen Technikwoche. Steigender Energieverbrauch, wachsender CO2 Austoss sind Ursachen dafür, schmelzendes Packeis, schmelzende Gletscher und das Verdrängen heimischer Pflanzen Warnzeichen, die es ernst zu nehmen gilt.

Als «Energiewende» wird die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung in den Bereichen Elektrizität, Wärme und Mobilität bezeichnet. Eine tragende Rolle spielen dabei erneuerbare Energieträger. Dazu zählen Windenergie, Biomasse, Wasserkraft, Sonnenenergie, Geothermie und Meeresenergie als Alternativen zu fossilen Energieträgern wie Öl, Kohle, Erdgas und Kernbrennstoffe (Uran). An der Technikwoche der KSK sorgten Vorträge über die Energiewende von Fritz Gassmann vom Paul Scherrer Institut und von Roland Wyss über Geothermie für ein solides Grundwissen bei den Schülerinnen und Schülern.

Arbeiten in Zukunftswerkstätten
In Zukunftswerkstätten zu Brennstoffzelle, Windenergie, Farbstoffsolarzelle, Energiewende, Haus der Zukunft und Mini-Solaranlage arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen vertieft. Einige bereiteten eine Energy-Rallye vor oder erstellten eine Homepage mit Berichten über die Woche. Die ganztägige Exkursion zum Wasserkraftwerk Beznau und ins Paul-Scherrer Institut bildete für viele den Höhepunkt dieser Sonderwoche.

Als Abschluss der Technikwochen wurde am Freitagnachmittag die Energy-Rallye durchgeführt. Schüler und Schülerinnen hatten die Möglichkeit ihr in der Woche erlerntes Wissen an verschiedenen Posten zu testen und weiteres Wissen dazu zu gewinnen.  Neun Posten galt es von allen Zweiergruppen zu durchlaufen, wo sie sich mental und physisch messen konnten. Die Teams wurden von Aufgaben wie etwa Flyer-Fahren, Auto-Stossen, Segway-Parcours, einer Rechenaufgabe zu Dieselverbrauch eines anfahrenden LKWs und Stromerzeugung durch das Fahren eines Hometrainers gefordert.

Jedes Jahr finden an der Kantonsschule Kreuzlingen drei Sonderwochen statt. Zwei im Frühjahr, eine im Herbst. Im Frühling sind die ersten Klassen mit Sport und Kunst beschäftigt, die zweiten und dritten Klassen  im Sprachaufenthalt und die vierten Klassen arbeiten in der Technikwoche und bereiten sich auf die anstehenden Maturaprüfungen vor.

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