/// Rubrik: Stadtleben

Kirchgemeinde zeigt sich grosszügig

Kreuzlingen – Auf Antrag Thomas Leuchs änderte die evangelische Kirchgemeinde am Montagabend die von der Vorsteherschaft vorgeschlagene Gewinnverwendung der Rechnung 2012. Die Kirchgemeinde spendet 15000 Franken an sechs internationale, nationale, kantonale und lokale Hilfsprojekte.

Keine Diskussion erforderten Protokoll und Jahresberichte, die einstimmig genehmigt wurden.
Zur Rechnung 2012 bemerkte Peter Zimmermann, Präsident der Finanzprüfungskommission, einleitend, dass trotz des guten Ergebnisses und des «positiven Trends» die «Sparpolitik» weitergeführt werde. Rechnungsführer Kurt Schweizer stellte den Stimmberechtigten die Rechnung 2012 vor, welche mit fast 290’000 Franken mehr als 200’000 Franken besser als budgetiert abschliesst. Mit spontanem Applaus verdankten die Anwesenden ihm die geleistete Arbeit.

55 Stimmberechtigte nahmen an der Rechnungsgemeinde teil.(Bild: sb)

55 Stimmberechtigte nahmen an der Rechnungsgemeinde teil. (Bild: sb)

Die von der Vorsteherschaft vorgeschlagene Gewinnverwendung (wir berichteten) wurde geändert: Mit grosser Mehrheit nahmen die Stimmberechtigten die Anträge Otto Sprengers an, 30’000 Franken nicht für die Anschaffung neuer Tische im Kirchgemeindehaus zu reservieren, sondern in die Vorfinanzierung für die Kirchgemeindehaus-Sanierung zu stecken. Diese beläuft sich damit auf 230’000 Franken. Der Begriff «Vorfinanzierung» ersetzt dabei auf Antrag Sprengers den der «Rückstellung». Es liege in der Kompetenz der Vorsteherschaft, den Betrag für die Tische der laufenden Rechnung anzulasten, auch wenn dieser nicht budgetiert sei.

Von der Einlage in das Eigenkapital (rund 60’000 Franken) werden auf Antrag des EVP-Gemeinderats Thomas Leuch 15’000 Franken unter sechs Hilfsprojekten verteilt. Je 2500 Franken bekommen HEKS, Mission 21, Brot für alle, die Thurgauer Frauenhilfe, der Verein Agathu und das Kreuzlinger Kidsprojekt. Leuch stellte den Antrag «im Namen mehrerer Kirchbürger». So könne die Gemeinde ihre Grosszügigkeit unter Beweis stellen.

Präsidentin Susanne Dschulnigg verlieh ihrer Freude über die Eigeninitiative Ausdruck. «Das zeigt, wo der Gemeinde Herz schlägt», lobte sie.

Martina Brendler und Brigitte Leuch haben neu das Amt der Suppleantinnen für die Urnenoffizianten inne. Die gemeindeeigene Regelung «Kinder, Kirche, Jugend» wurde einstimmig angenommen und erforderte keine Diskussion. Auch für die Weiterführung der neuen Gottesdienstordnung gaben die KirchbürgerInnen nach ausführlichen Erläuterungen Dschulniggs grünes Licht. Es gibt nur eine kleine Überarbeitung: Bei Familiengottesdiensten wird bis Ende Jahr zusätzlich ein traditioneller Gottesdienst abgehalten.

Unter Verschiedenes stellt Pfarrer Damian Brot das Projekt «Abenteuer Alltag» vor. Er wies auch auf den Infoabend dazu hin, welcher am 12. Juni, 19.30 Uhr, im KGH stattfindet.

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