/// Rubrik: Polizeimeldungen | Topaktuell

Wasserpegel sinken langsam

Frauenfeld – Nach einer zweiten Hochwasserwelle am frühen Sonntagmorgen sinken die Wasserpegel in Thur und Sitter langsam. Die Kantonspolizei Thurgau registrierte rund 60 Schadensmeldungen. Es wurde niemand verletzt.

Das überschwemmte Thurvorland bei der Rohrerbrücke mit Sappeursteg in Richtungen Pfyn und Flussabwärts gegen Uesslingen sowie das überflutete Wiesland in der Grossen Allmend bei Frauenfeld (Bild: Ernst Vogelsanger/Kapo TG)

Das überschwemmte Thurvorland bei der Rohrerbrücke mit Sappeursteg in Richtungen Pfyn und Flussabwärts gegen Uesslingen. (Bild: Ernst Vogelsanger/Kapo TG)

Gemäss den Angaben von Marco Baumann, Leiter des Hochwasserdienstes des kantonalen Amts für Umwelt, erreichten die Wasserstände in Thur und Sitter am frühen Sonntagmorgen erneut einen hohen Wasserstand. Die Messstellen der Thur in Halden bei Bischofszell wies gegen 6 Uhr eine Abflussmenge von rund 800 Kubikmeter pro Sekunde auf und die Sitter etwas über 500 Kubikmeter. Die Murg bei Frauenfeld weist eine Abflussmenge von zirka 40 Kubikmeter pro Sekunde aus, der höchste Wert wurde am Samstagmorgen mit rund 90 Kubikmeter erreicht.

Infolge nachlassender Niederschläge dürften die Wasserpegel in Thur und Sitter im Verlauf des Sonntags langsam sinken und ab Montag die normalen Pegelstände erreichen.

60 Schadensmeldungen
Bei der Kantonalen Notrufzentrale der Kantonspolizei Thurgau in Frauenfeld wurden in den letzten 36 Stunden rund 60 Schadensmeldungen registriert. In den meisten Fällen handelte es sich um überflutete Keller und Strassen sowie über die Ufer tretende Bäche. Betroffen ist der ganze Kanton Thurgau. Die Feuerwehren standen vielerorts im Dauereinsatz.

Verletzte Personen wurden bei der Kantonspolizei Thurgau keine gemeldet. Das Hochwasser in den grossen Fliessgewässern wie Thur, Sitter und Murg führten bis jetzt zu keinen ersichtlichen Schäden. Das allgemeine Schadensausmass ist noch unbekannt.

Die Kantonspolizei Thurgau zeigte während des Hochwassers verstärkte Präsenz, nahm an neuralgischen Stellen Kontrollen vor und meldete die Ergebnisse an den Hochwasserdienst weiter.

Der Leiter des Hochwasserdienstes und die Kantonspolizei Thurgau weisen weiterhin auf die Gefahren bei Hochwasser in Fliessgewässern hin. Vorsicht ist vor allem im Uferbereich geboten.

Die Kantonspolizei Thurgau untersagt das Einwassern von Booten und weiteren Wassersportgeräten in den hochgehenden Flüssen, da infolge ausserordentlich starker Strömung und Schwemmholz Lebensgefahr besteht.

Am Samstagmittag hielten sich in der Hochwasser führenden Thur bei Bürglen Kajakfahrer und Surfer auf. Die Kantonspolizei Thurgau machte die Personen auf die Gefahren aufmerksam und forderte sie auf, das Wellenreiten zu unterlassen. Eine uneinsichtige Person musste polizeilich weggewiesen werden.

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