/// Rubrik: Leserbriefe

Der Krug geht zum Brunnen …

Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht. Er wäre wohl besser etwas früher zerbrochen. Das Debakel wiederholt sich. Zuerst der Umgang mit den nachrichtenlosen Vermögen. Er kostete die Schweizer Banken zwischen ein bis zwei Mia. Nichts Anderes als eine nachträgliche Gewinnabschöpfung. (Text: Jost Rüegg, Kreuzlingen)

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Diesmal dürften die Kosten der betroffenen Banken die 10 Milliarden-Grenze bei Weitem überschreiten. Mehr als eine nachträgliche Gewinnabschöpfung wird es aber auch hier nicht sein.

In unserem Lande sorgen auf der einen Seite Millionen von Arbeitgebern wie Arbeitnehmern für eine prosperierende Schweiz, für hochwertige Produkte, eine solide Volkswirtschaft, einen guten Ruf und stabile Steuereinnahmen.

Auf der anderen Seite sorgt eine vermögende und sich um Vermögen kümmernde «Dealergruppe» für unproduktive und ungerechtfertigte Gewinne, möglichst ohne dafür Steuern zu bezahlen, in der Schweiz und anderswo. Sie ruinieren den Ruf der Schweiz und destabilisieren das Finanzsystem auf Kosten aller Übrigen, die in diesem Lande oder sonst wo leben.

Man kann über die USA denken was man will, mit ihrem Vorgehen treffen sie kaum Unschuldige, ev. die falschen Schuldigen. Was soll das Gejammer. Wir haben doch schon als Kinder gelernt: Bschiss chunnt uf de Tisch – und das nie ohne negative Folgen. Dass es Jahrzehnte dauerte, bis ernsthaft reagiert wird, macht die Sache nicht besser.

Und dass das Spiel, auch nach dem die Betrügereien aufflogen, von Einigen noch weiter getrieben wurde, zeigt, wessen Geistes Kinder hier am Werke waren und sind. Anwälte und Treuhänder sollen jetzt die Opfer werden, was einige Banken in der Schweiz verbrochen haben? Dass die stillen und jetzt zitternden Helfershelfer von Kunden und Banken ein Gezeter loslassen, ist absolut unglaubwürdig – mitgehangen, mitgefangen. Wem nichts nachzuweisen ist, der wird auch nichts zu  befürchten haben.

Einmal mehr soll die Politik, die vorher die Hände mehrheitlich in Unschuld wusch und dann in den Schoss legte, die «Kohlen aus dem Feuer holen» – aber bitte möglichst schonend für jene, die sie dort hineingelegt haben. Mir kommen die Tränen. Was sagt denn da die arbeitende und steuerzahlende Mehrheit dazu?

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