/// Rubrik: Kultur

25 Jahre am Theater Konstanz

Konstanz – Ensembleschauspieler Frank Lettenewitsch feiert 25-jähriges Dienstjubiläum am Theater Konstanz.

Szene aus der Inszenierung "Aus freien Stücken". (Bild: Bjørn Jansen)

Szene aus der Inszenierung «Aus freien Stücken». (Bild: Bjørn Jansen)

Am Donnerstag, 13. Juni, war es soweit: 25 Jahre lang stand Schauspieler Frank Lettenewitsch auf der Konstanzer Bühne. Bei Ulrich Khuon unterzeichnete er seinen ersten Vertrag als «Charakterspieler» am Theater Konstanz und spielte als erste Rolle am Haus den Fürsten Paphnutius in «Klein Zack» von ETA Hoffmann. Nach Khuon spielte er unter Rainer Mennicken, Dagmar Schlingmann, und seit 2007 Christoph Nix.

Seine Ausbildung erhielt Frank Lettenewitsch in München bei Fridl Leonhard. Es folgten Engagements u.a. am Landestheater Tübingen, am Staatstheater Freiburg, am Staatstheater Kassel und den Städtischen Bühnen Dortmund. Ins Ensemble des Theater Konstanz wechselte er 1988.

Das Sommertheater, dessen 28. Ausgabe dieses Jahr stattfindet, erlebte Lettenewitsch noch zu Meersburger Zeiten, wo er 1997 den Kuno in »The Black Rider« spielte. Auch bei den Bregenzer Festspielen war er dabei, in »Herz eines Boxers« 1999.

Seitenfüllende Rollen
All seine Rollen am Theater Konstanz aufzuzählen, würde Seiten füllen. Aber er ist nicht nur ein grossartiges schauspielerisches und sprachliches Talent, sondern auch sehr musikalisch. Er spielt diverse Instrumente, was er in einigen musikalischen Produktionen unter Beweis stellte. Er verkörperte Mr. Osgood Fielding in »Sugar – Manche mögen´s heiss« und den Polizeichef Brown in «Die Dreigroschenoper«. Er war der Schauspieler in »Schauspieler« und der Inspektor Goole in »Ein Inspektor kommt«. Er glänzte in Klassikern wie »König Lear« ebenso wie als Bogart in Woody Allens »Spiel´s nochmal, Sam».

Zum Abschluss seiner Theaterlaufbahn ist er in dieser Spielzeit in dem eigens für ihn inszenierten Ein-Personen-Stück »Aus freien Stücken« zu sehen. Am 29. Juni steht er mit diesem Stück offiziell zum letzten Mal auf der Konstanzer Werkstattbühne. Regie führte Daniel Ris, der seinerzeit ebenfalls Schauspieler am Theater Konstanz war und einige Male zusammen mit Frank Lettenewitsch spielte.

Unglaublich umtriebig war Frank Lettenewitsch aber auch in der Kulturszene ausserhalb des Theaters. Ständig tauchte und taucht sein Name im Zusammenhang mit kulturellen Events  in der Stadt Konstanz auf. So ist er Mitbegründer von »Literatur in den Häusern« und war selbst, als grosser Literaturliebhaber und Goethe-Verehrer,  immer wieder in Lesungen in der Stadt zu erleben.

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