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Sorbet-Farben für den Sommer

Sommerkosmetik – Der Sommer wird in diesem Jahr bunt. Und zwar mit soften Pastelltönen, die Augenlider, Lippen und Fingernägel zieren. Doch welche Farbe passt zu welchem Typ, welches Make-up ist strandtauglich und wie kräftig darf es am Abend sein? Ines Bildstein, Dipl. Kosmetikerin und Visagistin von «DermaSenses» in Bottighofen, hat uns ein paar Tipps für das perfekte Sommer-Make-up verraten.

Auch im Sommer, wenn warme Sonnenstrahlen und die Badi locken, wollen Frauen frisch und gepflegt aussehen. Doch auf viel Make-up sollte an heissen Tagen verzichtet werden. (Bild: archiv)

Auch im Sommer, wenn warme Sonnenstrahlen und die Badi locken, wollen Frauen frisch und gepflegt aussehen. Doch auf viel Make-up sollte an heissen Tagen verzichtet werden. (Bild: archiv)

Zartes Rosé, helles Blau, leichtes Apricot und dezentes Grün: «Das Sommer-Make-up in diesem Jahr ist sehr an die Mode angelehnt. Es ist farbenfroh, aber doch gedämpft», offenbart die Kosmetikerin Ines Bildstein. Sie spricht vom «Sorbet-Look», der für ein frisches Aussehen selbst bei hohen Temperaturen sorgt. Das schöne daran: Die Auswahl an Pastellfarben für Nagellack, Lidschatten und Lippenstift ist so gross, da wird Frau auf jeden Fall fündig werden.

Leuchtend oder doch gedeckt?
Ganz so einfach ist die Wahl der richtigen Farbe dann meist aber nicht. Fragen wie: «Passt sie zu meinen Augen und meinen Haaren? Lässt sie mich blass aussehen?», verunsichern uns oftmals. «Grundsätzlich gilt es, komplementäre Farben zum Beispiel zur Augenfarbe zu wählen», verrät die Visagistin. «Zu braunen Augen passt beispielsweise soft-blaues Augen-Make-up.

Blonde, sportliche Typen sind oft mit dem eher neutralen Nude-Look sehr gut geschminkt.» Hierbei werden sehr natürliche, fast hautfarbene Töne sowohl beim Puder und dem Lippenstift oder -gloss, als auch beim Rouge verwendet. «Zu dunkelhaarigen, rassigen Typen passen ebenfalls gerne mal leuchtende Farben wie ein korallenroter Lippenstift», erklärt Ines Bildstein. Wer es etwas extravagant mag, und dabei ganz dunkle Augen hat, kann z. B. mit nuancierten Grüntönen ein echtes Highlight auf die Lider zaubern.

Sehr blasse Hauttypen müssen hingegen aufpassen, dass das Make-up die Blässe nicht noch unterstreicht. «Vor allem blaustichige Töne wie dunkles Violett oder auch helle Orangetöne sollten sie meiden. Das beisst sich mit einem hellen Teint.» Ein sonniger Hauttyp hat es da schon etwas leichter: «Sie sollten nur darauf achten, nicht zu helle oder pastellartige Puder zu verwenden, um es nicht wie eine Maske wirken zu lassen.»

Ein Tag am Meer
Ob im Urlaub am Strand, zuhause in der Badi oder am See – auch hier wollen wir mit schönem Aussehen glänzen und daher aufs Make up meist nicht verzichten. An erster Stelle sollte allerdings ein guter Sonnenschutz stehen, um einen Sonnenbrand zu vermeiden. «Hier empfehlen sich ölfreie Produkte ab Lichtschutzfaktor 20. Dabei sollte immer mal wieder nachgecremt werden», rät Ines Bildstein. Ansonsten gilt: Weniger ist mehr. Denn wer an Sommertagen zu viel Make up benutzt, tut seiner Haut nichts Gutes. «Durch Schweiss und Sonneneinstrahlung kann die Haut schnell empfindlich oder gar allergisch reagieren.» Damit die Haut atmen kann und trotzdem frisch und gepflegt aussieht, kann ein terrakottafarbenes Mineralpuder – auch Sonnenpuder genannt – aufgetragen werden. Dazu wasserfester Mascara, damit beim Baden nichts verwischt und ein zarter Lipgloss – fertig ist das Strand-Make-up.

Darf es etwas mehr sein?
Es darf! «Und zwar dann, wenn es am lauen Sommerabend zum Dinner oder zur Verabredung mit Freunden an die Strandbar geht», sagt die Visagistin. «Hier sollte man entscheiden, ob man die Lippen mit einer kräftigen Farbe betont, oder den Fokus lieber auf die Augen setzt, indem man mit klassischen Smokey-Eyes beeindruckt. Man kann aber auch die Wangenknochen mit Highlightern wie z. B. silber- oder goldhaltigen Pudern hervorheben.»

Immer mit dabei
Egal ob im Strandkorb oder der Handtasche, eines sollte niemals fehlen: das kleine Schminktäschchen mit der wichtigsten Kosmetik-Ausrüstung für lange, warme Tage. Doch was packt man ein, was lässt man daheim? «Im Schminktäschchen jeder Frau sollte sich ein kleiner Handspiegel sowie ein schöner Lippenstift oder -gloss befinden, damit jederzeit die Lippen nachgezogen werden können. Um zwischendurch das Make up aufzufrischen sollte auch ein guter Puder nicht fehlen», findet Ines Bildstein. «Schön ist auch eine kleine Duftprobe vom Lieblingsparfum – falls der Abend einmal länger wird.»

(Bild: archiv)

(Bild: archiv)

Schminkutensilien: Hygiene muss sein
Wer häufig Make up benutzt sollte nicht vergessen, seine Schminkutensilien wie Puder- und Rougepinsel regelmässig zu reinigen und von Überresten zu befreien. Visagistin und Kosmetikerin Ines Bildstein empfiehlt, die Pinsel einfach mit einem milden Shampoo gründlich auszuwaschen und auf einem Handtuch liegend trocknen zu lassen.

Auch der Mascara sollte aus hygienischen Gründen alle zwei bis drei Monate erneuert werden, da unsere Augen empfindlich gegenüber Bakterien sind. «Der Mascara sollte auch immer cremig sein. Ist er zu trocken, kann er die Wimpern schädigen«, so die Expertin. «Und ist ein Lippenstift in der Sonne mal zu warm geworden, einfach eine Nacht in den Kühlschrank legen und er ist wie neu.»

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