/// Rubrik: Topaktuell

Erste Annäherungsversuche

Kreuzlingen – Auf Wunsch der Initianten des Volksbegehrens für einen autofreien Boulevard trafen sich am Montag Brigitta Engeli-Sager, Daniel Moos und Jost Rüegg mit Stadtammann Andreas Netzle und Stadtrat Michael Dörflinger zu einem Gespräch im Stadthaus.

Die Initianten für einen autofreien Boulevard trafen sich mit dem Stadrat zu einem informellen Gespräch.(Bild: archiv)

Die Initianten für einen autofreien Boulevard trafen sich mit dem Stadrat zu einem informellen Gespräch.(Bild: archiv)

«Wir wollten einfach mal sehen, ob es eine Annäherung gibt», beschreibt Jost Rüegg die einseitige Aktion. Er hatte zuvor das Gefühl, dass sich der Stadtrat nicht freiwillig auf die Initianten zubewegen würde.

Einigkeit erzielt
Beide Seiten wollten die Lage nach dem Zustandekommen der Initiative erörtern und die Möglichkeiten und Spielräume abklären. Einig war man sich darin, dass es das Ziel sein muss, den Boulevard für die Anlieger und den Langsamverkehr noch attraktiver zu machen und dass der motorisierte Verkehr dieses Ziel behindert.

Dieser soll deshalb reduziert oder nach Ansicht der Initianten ganz eliminiert werden. Die Beteiligten kamen überein, den Dialog fortzusetzen, die Betroffenen und Interessensgruppen miteinzubeziehen und zur fachlichen Unterstützung einen unabhängigen Spezialisten beizuziehen. «Der ist wichtig, um möglichst viele Stimmen und Meinungen zusammen zu bringen», freut sich Rüegg. Denn seiner Meinung nach  habe der Stadtrat bisher viel zu sehr auf die Bedürfnisse und Klagen der Detaillisten gehört.

Laut Gemeindeordnung ist der Kreuzlinger Gemeinderat verpflichtet, die Initiative innerhalb eines Jahres zu behandeln und mit einem Antrag und einem allfälligen Gegenvorschlag innerhalb weiterer sechs Monate der Gemeindeabstimmung zu unterbreiten. Die Initianten können ihre Initiative bis spätestens acht Wochen vor dem Abstimmungstermin zurückziehen.

Wind aus den Segeln
«Unsere Mindestforderung, die erreicht werden soll, ist eine Teilsperrung des Boulevards für den motorisierten Verkehr», so Rüegg.  Mit dem Zugehen auf die Exekutive wollten ihr die Initianten «den Wind aus den Segeln nehmen, um uns nicht torpedieren zu können». Schliesslich wäre es dem Stadtrat möglich, mit einem «negativ formulierten Gegenvorschlag» zu kontern.

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