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Prozessauftakt gegen «Illighauser Messer-Mörder»

Kreuzlingen – Im Oktober 2012 wurde eine junge Mutter von ihrem Lebenspartner brutal mit mindestens elf Messerstichen getötet. Dabei wurde auch der sechs Monate alten Sohn lebensgefährlich verletzt. Heute begann der Prozess. Das Urteil wird morgen erwartet.

Heute morgen um 8 Uhr wurde der Prozess gegen den «Illighauser Messer-Mörder» (St. Galler Tagblatt) eröffnet. Der Beschuldigte ist des Mordes, der versuchten vorsätzlichen Tötung und der schweren Körperverletzung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren.

Laut Anklagetext habe der Beschuldigte «brutal und heftigst» auf seine 36-jährige Lebenspartnerin eingestochen. Dabei habe der damals 41-Jährige zwei 16 Zentimeter lange Küchenmesser der Marke «Schinkenmesser» benutzt und insgesamt elf Mal zugestochen, seinem Opfer mindestens zehn weitere Schnittverletzungen zugefügt.

Er habe auch nicht aufgehört, als sein Opfer auf dem Boden lag. Die Staatsanwaltschaft beschreibt die Tat als «unerbittlich und konsequent», der Beschuldigte habe «mit einer unbeschreiblichen und überschiessenden Brutalität» gehandelt. Er habe so heftig zugestochen, dass Rippen durchstochen wurden und die Tatmesser massiv verbogen wurden.

Selbst das gemeinsame Baby, welches die Mutter beim Angriff in den Armen hielt, habe er zu keinem Zeitpunkt zu schonen gesucht. Der Säugling überlebte nur dank sofortiger medizinischer Hilfe und musste mehrere Tage künstlich beatmet werden.

Der Beschuldigte gibt an, sich an die Tat nicht mehr vollumfänglich zu erinnern.

Das Kreuzlinger Bezirksgericht legte den Prozess ursprünglich auf drei Tage an. Richter Urs Haubensak teilte aber im Vorfeld der Verhandlung mit, dass das Urteil möglicherweise schon am Donnerstag gesprochen werde.

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