/// Rubrik: Leserbriefe

Schadenfall beim Schifffahrtshafen aussitzen?

Kreuzlingen hat seit vielen Jahren eine schöne Hafenanlage beim Schifffahrtshafen. Der grosszügige Platz mit Steinplatten, Brunnen und indirekten Lichtquellen am Boden ist ein Magnet für Jung und Alt. (Text: Maria Schneider)

(Bild: pixelio)

(Bild: pixelio)

Im Frühjahr 2011 wurden Ausbaggerungsarbeiten für die Grossschifffahrt vorgenommen, damit sie wieder optimale Verhältnisse für die Ein- und Ausfahrt haben. Dass die riesigen Mengen Aushubmaterial als Sondermüll mit Lastwagen abtransportiert werden mussten kann ich gut nach vollziehen. Dass wir aber akzeptieren müssen, dass die Lastwagen die Steinplatten auf unserem schönen Hafenplatz zerstören können und nicht zur Kasse gebeten werden, verstehe ich nicht. Die ausführende Transportfirma hat aus Gleichgültigkeit oder Fahrlässigkeit unsere Hafenanlage beschädigt und muss für diesen Schaden gerade stehen. Es sind nun bereits über zwei Jahre vergangen und die Schäden sind noch nicht repariert worden. Hoffen die Verantwortlichen durch langes Aussitzen auf die Vergesslichkeit der Bevölkerung?

Wir Kreuzlinger haben seinerzeit viele Steuerfranken in eine präsentable Hafenanlage investiert und dürfen erwarten, dass dieser Investition auch die nötige Sorgfalt entgegen gebracht wird.

Ich frage mich, ist unser Stadtrat mit diesem entstandenen Schaden überfordert oder unfähig eine Reparatur zu erzwingen. Vielleicht ist er aber schlicht und einfach nicht willig die Schadenverursacher zur Verantwortung zu ziehen.

Ich erwarte eine offene Antwort in dieser Angelegenheit und mit mir noch viele verärgerte Steuerzahler.

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One thought on “Schadenfall beim Schifffahrtshafen aussitzen?

  1. Bruno Neidhart

    Darüber, ob die neue Hafenanlage tatsächlich „schön“ ist, müsste noch breiter diskutiert werden. Auf jeden Fall ist im Gewässer davor nichts los. Unspannend. Da bräuchte es „mehr Bewegung“. Wasser betrachten geht auch am Parkufer. Und die seltsame Stuhl- und Tischauslage des Hafenrestaurants hat nichts gemein mit der versuchten Ästhetik des freien Betonplatzes, wie der Restaurantbau selbst ja „kein architektonischer Wurf“ ist, sondern hier einfach das alte Haus mehr oder weniger kopiert wurde. Was Frau Schneider moniert – die Beschädigung der Betonfläche – , ist konkret: Technisch wurde der Aushub-Abtransport schlecht gelöst. Da scheint entweder Nachlässigkeit im Spiel gewesen zu sein, oder es fehlte die notwendige Erfahrung, wie mit tonnenschweren Fahrzeugen eine Betonfläche zu meistern ist, ohne Schaden anzurichten. Dass der Schaden den meisten Besuchern kaum ausfällt, darf nicht zum Vergessen führen: Er ist real vorhanden.

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