/// Rubrik: Topaktuell

Deutsche sorgen für stabile Mitgliederzahl

Frauenfeld – Die Gesamtzahl der Kirchenmitglieder in der der Evangelischen Landeskirche Thurgau ist mit rund 98000 seit Jahren recht stabil. Doch nur in absoluten Zahlen betrachtet, prozentual sinkt der Anteil der Evangelischen im Kanton Thurgau.

Die Zahl der evangelischen Zuzüge dürfte mit der starken Bautätigkeit im Kanton Thurgau zusammenhängen. (Bild: zvg)

Die Zahl der evangelischen Zuzüge dürfte mit der starken Bautätigkeit im Kanton Thurgau zusammenhängen. (Bild: zvg)

Genau 98310 Personen gehörten Ende 2012 zu einer der 66 Kirchgemeinden der Evangelischen Landeskirche Thurgau. In den vergangenen zehn Jahren pendelte die Mitgliederzahl mit geringer Abwärtstendenz zwischen 101719 und 98310. Für die Mitgliederzahl sind die drei Faktoren Ein- und Austritte, Geburten und Todesfälle sowie Zu- und Wegzüge entscheidend.

Während die ersten beiden Faktoren in den letzten Jahren konstant negativ ausgefallen sind, hat die Zahl der evangelischen Zuzüge den Verlust bei Geburts-/Sterbestatistik und Ein-/Austrittsstatistik beinahe wettgemacht. Dies dürfte auch auf die starke Bautätigkeit zurückzuführen sein.

Während die Zahl der Evangelischen in absoluten Zahlen fast stabil ist, ist sie in relativen Zahlen, verglichen mit der Gesamtbevölkerung im Kanton Thurgau, deutlich rückläufig. Mit 104000 Einwohnern gehörte 1990 knapp die Hälfte der Thurgauer zur Evangelischen Landeskirche, im Jahr 2000 waren etwas über 45 Prozent, Ende vergangenen Jahres nur noch 38,6 Prozent der auf 254500 angewachsenen Thurgauer Wohnbevölkerung.

Dies ist nicht verwunderlich, denn der Anteil an evangelischen Zuzügern an der gesamten Migration ist nicht allzu gross. Der Grossteil der Länder, aus denen die Zuzüger stammen, ist entweder katholisch oder islamisch geprägt. Die meisten zugezogenen evangelischen Personen dürften aus Deutschland stammen. «Die Tatsache, dass unsere Landeskirche traditionell in ihrem Namen nur die Konfessionsbezeichnung «evangelisch» und nicht «evangelisch-reformiert» oder nur «reformiert» trägt, dürfte manchem Einwanderer aus Deutschland, der aus einer lutherischen oder unierten Kirche kommt, die Bejahung der Frage der Zugehörigkeit zu unsrer Kirche erleichtern», ist Kirchenratspräsident Wilfried Bührer überzeugt.

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