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Kauzig genialer Botaniker

Frauenfeld/Ermatingen – Von 1905 bis 1911 erforschte der Schweizer Botaniker Eugen Baumann die Pflanzenwelt des Untersees. Sein wissenschaftliches Werk beeindruckt bis heute und war Grundlage für zahlreiche botanische Forschungsarbeiten am Bodensee. Eine Kabinettausstellung im Naturmuseum Thurgau würdigt Baumanns Lebenswerk.

Mit Veston, Taschenuhr und Botanisierbüchse: Eugen Baumann bei der Feldarbeit im meterhohen Schilf vor der Insel Reichenau im Jahr 1906. (Bild: A. Suter)

Mit Veston, Taschenuhr und Botanisierbüchse: Eugen Baumann bei der Feldarbeit im meterhohen Schilf vor der Insel Reichenau im Jahr 1906. (Bild: A. Suter)

Der Bevölkerung Ermatingens, wo Eugen Baumann (1868-1933) in der Zeit von 1905 bis 1910 lebte, war der kauzige Botaniker wohl etwas suspekt. Fast täglich erkundete er das Ufer des Untersees zu Fuss oder mit dem Ruderboot und ging mit Akribie seiner wissenschaftlichen Arbeit nach.

Nach anstrengenden Jahren der Feldarbeit publizierte er schliesslich 1911 an der ETH Zürich seine Doktorarbeit «Die Vegetation des Untersees». Das mehrere hundert Seiten starke Werk dient noch heute als Grundlage für floristische Forschungsprojekte. Die aktuelle Kabinettausstellung im Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld porträtiert den eigenwilligen Menschen Eugen Baumann, würdigt seine wissenschaftliche Leistung und zeigt eindrücklich, wie sich Landschaft und Pflanzenwelt des Untersees in den hundert Jahren seit Baumanns Arbeit verändert haben.

Die Ausstellung ist bis 27. Oktober 2013 zu sehen und geöffnet von Dienstag bis Samstag, jeweils von 14 bis 17 Uhr und Sonntag von 12 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Museums: www.naturmuseum.tg.ch.

Bildlegende:
Mit Veston, Taschenuhr und Botanisierbüchse: Eugen Baumann bei der Feldarbeit im meterhohen Schilf vor der Insel Reichenau im Jahr 1906. Foto A. Suter

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