/// Rubrik: Topaktuell

Offiziere sind für die Wehrpflicht

Weinfelden – Im Hinblick auf die eidgenössische Volksabstimmung vom 22. September führte das Thurgauer Komitee «JA zur Wehrpflicht – NEIN zur Unsicherheits-Initiative» am Freitag in Weinfelden seine Medienkonferenz durch. Eine Rednerin und vier Redner legten die Argumente dar, die für das NEIN zur GSoA-Initiative sprechen.

Unser Bild zeigt (v.l.) Marcel Schuler, Walter Schönholzer, Brigitte Häberli, Markus Hausammann und Reto Maurer. (Bild: zvg)

Unser Bild zeigt (v.l.) Marcel Schuler, Walter Schönholzer, Brigitte Häberli, Markus Hausammann und Reto Maurer. (Bild: zvg)

Ständerätin Brigitte Häberli, CVP, eröffnete die Medienkonferenz und präsentierte aus ihrer Sicht die fünf Hauptargumente gegen den GSoA-Vorstoss: «Erstens entspricht die Miliz unserem Staatsaufbau und unserer Wehrtradition perfekt. Die Milizarmee bildet in der Willensnation Schweiz – zweitens – eine einzigartige Klammer des nationalen Zusammenhaltes. Die Schweizer Miliz schöpft – drittens – aus dem Reservoir der privaten Wirtschaft. Das Ausland beneidet uns um die Symbiose von Armee und Wirtschaft. Viertens ist die Milizarmee immer dann da, wenn der Staat sie braucht. Gut gerüstet, gut ausgebildet, straff geführt steht sie dann bereit, wenn Not am Mann ist: Sie stellt auch finanziell mit Abstand die günstigste Lösung dar. Und fünftens gewährleistet die Wehrpflicht, dass die Armee genug Soldaten in guter Qualität rekrutiert.» Mit Überzeugung und Herzblut sprach sich die erste Thurgauer Ständerätin für das NEIN zur Unsicherheits-Initiative aus.

Nationalrat Markus Hausammann, SVP, Kantonsrat Walter Schönholzer, Präsident der FDP.Die Liberalen Thurgau, und Marcel Schuler, Vorstandsmitglied Jungfreisinnige Thurgau, vertieften jeder aus seiner Sicht die Argumente. Auch aus Sicht der vielfältigen Thurgauer Wirtschaft spricht in den Worten von Nationalrat Hausammann und FDP-Präsident Schönholzer alles für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht. Ebenso haben die jungen Thurgauerinnen und Thurgauer gemäss Marcel Schuler allen Grund, zur Armee, zur Miliz und zur Wehrpflicht zu stehen.

Fundamentale Bedeutung
Den Schluss machte im Namen der Thurgauer Wehrverbände Oberstleutnant Reto Maurer, der Präsident der Kantonalen Offiziersgesellschaft. Er rief in Erinnerung, welch fundamentale Bedeutung die allgemeine Wehrpflicht für unsere Milizarmee hat. Maurer wandte sich insbesondere gegen die unsägliche Freiwillige Miliz, die es gar nicht gibt, und gegen die Berufsarmee, die das Schweizervolk nicht will.

Das Thurgauer Komitee gegen die Unsicherheits-Initiative umfasst namhafte Persönlichkeiten aus der Politik, der Wirtschaft und den Wehrverbänden. Namentlich gehören ihm Ständerätin Häberli, Ständerat Roland Eberle, Nationalrätin Verena Herzog und die Nationalräte Markus Hausammann, Christian Lohr und Hans-Jörg Walter an. Das Komitee kämpft für ein wuchtiges NEIN-Volksmehr und die Thurgauer Standesstimme am 22. September.

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One thought on “Offiziere sind für die Wehrpflicht

  1. Bruno Neidhart

    Wenn „Armee und Wirtschaft“ in der Schweiz eine „Symbiose“ bilden, wie zu lesen ist, so wird das zum Beispiel gerade in Ägypten als ein grosses Übel angesehen. Man kann zur „Pflicht“ oder „Freiwilligkeit“ (Berufsarmee) stehen wie man möchte: Tatsache ist, dass mondernstes Kriegsgerät derart komplex zu bedienen ist, dass heute „Milizdätel“ damit die Sicherheit des Landes wohl nur sehr bedingt garantieren könnten – ganz abgesehen von ihrer körperlichen „Fitness“ im Fall einer spontanen Einberufung! Das muss man wissen. Über allem steht in Europa als Schild übrigens die Nato. Davon profitiert im viel zitierten „Ernstfall“ auch die Schweiz, ohne dass sie sich in diesem Verteidigungsverband aktiv beteiligt. Also reicht tatsächlich eine CH-Miliz als quasi einfache Bürgerwehr zwischen Boden- und Genfersee aus.

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