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AS Calcio verliert im Bereich des Möglichen

Fussball – Mit einer 0:4-Niederlage ist die AS Calcio Kreuzlingen als letzter Thurgauer Vertreter aus dem Schweizer Cup ausgeschieden. Während Erstligist Schötz das Spielgeschehen kontrollierte, setzte Kreuzlingen erst offensive Akzente, als die Partie bereits entschieden war. Bei den Luzernern kam keine Hektik auf, weil die über weite Strecken stark aufspielende Calcio-Abwehr unmittelbar nach der Pause geknackt wurde. (Text: Mike Gadient)

Die Spieler des AS Calcio unterlagen im Schweizer Cup dem FC Schötz. (Bild: Mike Gadient)

Die Spieler des AS Calcio unterlagen im Schweizer Cup dem FC Schötz. (Bild: Mike Gadient)

Wie viel für einen Unterklassigen zusammenpassen muss, damit er die erste Hürde im Schweizer Cup übersteht, bekam Zweitliga-Aufsteiger Calcio Kreuzlingen gegen den FC Schötz aus der 1. Liga Classic aufgezeigt. Obwohl die AS Calcio sowohl kämpferisch als auch läuferisch überzeugte, gewann ein abgeklärter FC Schötz mit 4:0. «Das Ergebnis geht absolut in Ordnung, es entspricht den Erwartungen», befand Kreuzlingens Spielertrainer David Fall. Leider seien die Grenzstädter nicht unterschätzt worden.

In der 50. Spielminute gelang Bledar Binaku das erlösende Führungstor für die Gäste. Zuvor vergab Schötz Grosschancen, wobei alle aus ruhenden Bällen entstanden. «Sie waren fitter, besassen mehr Qualität und spielten mit einem höheren Tempo», lobte David Fall den Gegner.

Vertrauen wurde bestätigt
Die Luzerner agierten zwar äusserst kontrolliert, aber Calcio bestach bei seiner erstmaligen Teilnahme am Schweizer Cup mit einer disziplinierten und konzentrierten Defensivleistung. Kreuzlingen gewann häufig die wichtigen Zweikämpfe, vermochte den Ball oft auch unkonventionell wegzuschlagen und zog das Wettkampfglück für eine sehr lange Spieldauer auf seine Seite.
David Fall sprach seinen Akteuren denn auch ein Kompliment aus: «Wir konnten lange die Null halten, arbeiteten über 90 Minuten und riefen unser Können ab.» Er habe Vertrauen in die Mannschaft, welche nach den Gegentreffern Moral zeigte. Für die am kommenden Mittwoch beginnende 2.-Liga-Meisterschaft stimmt den Trainer ebenso die Laufbereitschaft zuversichtlich.

Im Gegenzug der Elfmeter
Allerdings litt unter der emsigen Abwehrarbeit die Offensive. Erst als eine Stunde gespielt war, konnte sich Kreuzlingen einige nennenswerte Tormöglichkeiten und verheissungsvolle Standartsituationen erarbeiten. Die beste Ausgleichschance besass Dennis Portela in der 65. Minute, aber sein Kopfball im Anschluss einer Ecke landete am Innenpfosten und wurde auf der Torlinie abgewehrt. Im Gegenzug fiel Schötz’ Patrik Gjidoda etwas gar spät und Demerali Saliu verwandelte den fälligen Foulpenalty zum 0:2 (69.).

Die geringen Impulse nach vorne liessen beim Publikum keine Cup-Euphorie aufkommen. Obwohl Calcio mehr Zuschauer als der FC Kreuzlingen und der FC Amriswil bei ihren Cup-Partien mobilisieren konnte, blieb die lautstarke Unterstützung aus. Nach dem ersten Tor nahm sich Schötz etwas zurück und wollte Calcio aus den Reserven locken. Das Konterspiel mündete einerseits in den Penaltytreffer zum 0:2 und ermöglichte die Tore drei (82. Pekas) sowie vier (84. Dahinden). Der verdiente Ehrentreffer blieb den Kreuzlinger verwehrt. Kurz vor Schluss traf auch Protopapa nur den Pfosten.
 
AS Calcio Kreuzlingen – FC Schötz 0:4 (0:0)
Döbeli: 360 Zuschauer
Tore: 50. Binaku 0:1. 69. Saliu (Penalty) 0:2. 82. Pekas 0:3. 84. Dahinden 0:4
AS Calcio: Zecchinel; Aliji, Portela, Halef, Mangold; Ramizi (63. Kir), D. Fall (78. Emini), A. Pajaziti, F. Pajaziti (63. Protopapa), Häni; A. Fall
Schötz: Bossert; Saner; Königer, Ferricchio, Hügi; Winiger (59. Pekas), Saliu (78. Mamone), Binaku, Bühlmann, Dahinden; Mavembo (59. Gjidona)

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