/// Rubrik: Topaktuell

Strasse gehört jetzt der Stadt

Gemeinderat – Weil die Kreuzlinger Gemeinderätinnen und -räte zuerst für ein Foto posieren mussten, begann die Sitzung am gestrigen Abend leicht verspätet, wurde dann aber umso schneller unter der souveränen Leitung von Präsident Alfredo Sanfilippo über die Bühne gebracht.

Übernommen werden Unterführung und Strasse bis Höhe Alti Badi. (Bild: sb)

Übernommen werden Unterführung und Strasse bis Höhe Alti Badi. (Bild: sb)

Das Traktandum «Übernahme der Kantonsstrasse K99 Seestrasse ohne Entschädigung» wurde bei zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen angenommen. SVP und SP/Juso waren einstimmig dafür, bei CVP, FDP/EVP und FL/Rägäbogä gab es innerfraktionell Bedenken, beispielsweise wegen ungeklärter Folgekosten. Letztlich überwogen aber bei allen Fraktionen die Vorteile, etwa die Möglichkeit, Tempo 30 einzuführen.

Zahlen in neuem Gewand
Mit HRM2 informierte Thomas Knupp, Leiter der Finanzabteilung, die Räte über das neue Rechnungsmodell der Stadt. Kreuzlingen als eine von neun Pilotgemeinden des Kantons habe bereits das Budget 2014 danach erstellt. Eine Projektgruppe aus Finanzexperten von Kanton, politischen und Schulgemeinden sei seit  Anfang Februar damit beschäftigt.
«Da HRM2 ohnehin ab 2018 verpflichtend eingeführt wird, haben wir uns freiwillig gemeldet», sagte Knupp auf Anfrage. Das neue Rechnungsmodell biete einige Vorteile, wie grössere Transparenz bei Kosten und Detailreichtum. Gefahren und Schwächen seien, leicht den Überblick zu verlieren und der Schulungsaufwand.

Kostet Parken am Hörnli bald?
Unter Verschiedenes wollte Walo Abegglen (SP/Juso) wissen, wann die Stadt gedenke, sich der «rechtlich verpflichtenden» Parkraumbewirtschaftung beim Schwimmbad Hörnli anzunehmen. In Vertretung des abwesenden Stadtrats David Blatter sagte Stadtammann Andreas Netzle, dass man sicherlich nicht zwei Jahre warten wolle: «Selbstverständlich werden wir bald darüber beraten.»
Schliesslich regte Christian Forster (FL/Rägäbogä) an, dass Kreuzlingen der Metropolitanregion Zürich beitreten solle, stiess damit aber bei Stadtammann Netzle persönlich auf Ablehnung. Dieser sieht die Mitgliedschaft in solch grossen Verbünden «eher skeptisch»: «Da muss man sich Aufwand und Ertrag genau anschauen. Was bringt’s einem?» Die Stadt Zürich selbst erwäge Netzle zufolge den Austritt, für ihn ist eine Kreuzlinger Teilnahme nicht nötig.

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