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15. Heimsieg in Serie für HSC Kreuzlingen

Handball – Die bemerkenswerte Heimserie des HSC Kreuzlingen geriet im ersten NLB-Heimspiel zwar ins Wanken, fiel dann aber doch nicht. Mit einer beeindruckenden Willensleistung bodigte der Aufsteiger vor 400 begeisterten Zuschauern die mit vier NLA-Spielern verstärkten Reserven der Kadetten Schaffhausen mit 38:35 (19:20). (Text: Markus Rutishauser)

(Bild: zvg)

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Trotz des Testspielerfolges vor gut drei Wochen waren die Kreuzlinger gewarnt. Die Reserven des NLA-Topclubs Kadetten Schaffhausen hatten in der 1. Runde den TV Zofingen klar mit 31:25 bezwungen. Zudem hatte der Schweizer U21-Nationaltrainer und langjährige NLA-Spieler Michael Suter genügen Zeit, seine junge Mannschaft besser auf den Aufsteiger vorzubereiten.

Die Schaffhauser legten unter der Regie des U21-Nationalspielers Sergio Muggli denn auch los wie die Feuerwehr und legten bis zur 7. Minute zum 3:6 vor. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit vielen Toren. Dank der Treffsicherheit ihrer beiden Rückraumschützen Milan Kozak und Josip Nekic liess sich der Aufsteiger jedoch nie abschütteln. Nekic schoss den HSCK nach zwölf Minuten erstmals mit 8:7 in Führung. Gegen die grossgewachsenen und robusten Schaffhauser fanden die Gastgeber nur immer wieder eine Lücke in der Abwehr. 14:10 lautete der scheinbar komfortable Zwischenstand nach 19 Minuten.

Zudem kassierte Schaffhausen eine Hinausstellung. Die Chance, sich noch weiter abzusetzen, vergab der Liganeuling aber kläglich. Im Gegenteil: Er kassierte in der zweiminütigen Überzahlphase vier (!) Gegentreffer in Serie zum 14:14. Die restlichen zehn Minuten der ersten Halbzeit verliefen wieder ausgeglichen, mit resultatmässigen Vorteilen für den HSCK. Nach Ablauf der regulären Spielzeit erzielte der 4-fache Schweizer Nationalspieler Nikola Cvijetic mittels Penalty den 19:20-Pausenstand.

«Jetzt erst recht»-Stimmung
Nach dem Seitenwechsel sahen sich die Kreuzlinger zu Beginn mit einem Rückstand von bis zu drei Toren konfrontiert. Die Schaffhauser drückten zwischenzeitlich massiv aufs Tempo und spielten ihren wuchtigen Kreisläufer Vladislav Radomir immer wieder gekonnt an. Den dreifachen Schweizermeister (zuletzt 2012) brachten die Thurgauer kaum unter Kontrolle. Als sich dann in der 43. Minute beim Stand von 25:28 auch noch ihr kroatischer Topscorer Josip Nekic, bis dahin mit acht Treffern der erfolgreichste Werfer auf dem Platz, verletzt ausfiel, sanken der Kurs der Aktien des Aufsteigers weiter.

Dieser Ausfall zwang Trainer Tobias Eblen zu einer Umstellung. Er beorderte Oliver Schoof auf Linksaussen und Oliver Gross spielte fortan im linken Rückraum. Mit dieser Achse kam neuer Schwung ins Angriffsspiel des Aufsteigers und zusammen mit dem in der letzten Viertelstunde entfesselt aufspielenden Gabor Fülöp gelang dem OIiver-Duo die Wende. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der 45. (28:28) und 54. Minute (33:33) konnten überraschend die Gastgeber noch die grösseren Kraftreserven freimachen, obschon sich in der Schlussphase mit Milan Kozak ein weitere Leistungsträger verletzte. Die Entscheidung zu Gunsten des HSCK fiel rund zwei Minuten vor Schluss, als Keeper Pal Kenyeres zwei Würfe der beiden besten Schaffhauser Muggli und Cvijetic parrierte und im Gegenzug Oliver Schoof zum 37:34 erhöhte. Diese Dreitore-Reserve schaukelte der HSCK schliesslich sicher über die Distanz.

Gastspiel beim Mitaufsteiger
Es folgen nun zwei weitere interessante Aufgaben. Am nächsten Sonntag, 22. September, 16 Uhr, trifft der HSC Kreuzlingen auswärts auf den Mitaufsteiger STV Baden. Gegen die abwehrstarken Aargauer kassierte man im Frühjahr in der 1.-Liga-Finalrunde ebenfalls sonntags eine 22:31-Klatsche. In den ersten beiden NLB-Runden ging Baden allerdings zweimal als Verlierer vom Feld. Das nächste Heimspiel bestreitet der HSCK dann am Samstag, 28. September, 20.00 Uhr, gegen den TV Möhlin.

Kreuzlingen – SG GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen 38:35 (19:29)

Sporthalle Egelsee. – 400 Zuschauer. – Sr. Süess/Nagel.

Strafen: 2-mal 2 Minuten plus Disqualifikation (40. Runge) gegen Kreuzlingen, 7-mal 2 Minuten gegen Schaffhausen.

Kreuzlingen: Kenyeres (Buff); Eblen, Müller, Fülöp (11/5), Schoof (4), Runge, Gacsalyi, Heim, Fekete (3), Nekic (8), Gross (6), Schäfer, Kozak (6).

Schaffhausen: Stokholm/Maier; Meister, Erni, Merki (1), Alili (3), Küttel (7), Radomir (4), Schneider (1), Miletic, Cvijetic (9/2), Baldauf (1), Muggli (9/1).

Bemerkungen: Kreuzlingen verschiesst drei Siebenmeter (6. Schoof bei 3:5; 49. Fülöp 30:30; 53. Fekete 32:31). – Buff, Müller und Gacsalyi nicht eingesetzt.

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