/// Rubrik: Polizeimeldungen

Rekordmengen an Anabolika sichergestellt

Kreuzlingen – Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen hat die Kantonspolizei Thurgau mit Unterstützung der Polizeikorps in den betroffenen Kantonen, im Rahmen einer koordinierten internationalen Aktion zur Dopingbekämpfung, heute Mittwoch an mehreren Orten in der Schweiz Hausdurchsuchungen durchgeführt. Ein 36-jähriger im Kanton Thurgau wohnhafter deutscher Staatsangehöriger wurde festgenommen und befindet sich in Haft. (Staatsanwaltschaft Kreuzlingen)

In den Kantonen Thurgau, Zürich, Bern und Zug wurden zeitgleich mehrere sogenannte Nahrungsergänzungsshops sowie die Wohnung eines im Kanton Thurgau wohnhaften deutschen Staatsangehörigen durchsucht. Parallel dazu fanden unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Freiburg im Breisgau diverse Hausdurchsuchungen und Festnahmen in Baden-Württemberg statt. Gesamthaft wurde in beiden Ländern eine Rekordmenge an Doping-Substanzen zur unnatürlichen Leistungssteigerung, insbesondere rund 20’000 Ampullen Anabolika und Testosterone, 140’000 Anabolika-Tabletten sowie diverse Heil- und Arzneimittel, Vermögenswerte von über 280’000 Euro sowie mehrere Schusswaffen sichergestellt.

Alle Durchsuchungen in der Schweiz wurden von Mitarbeitern des Kompetenzzentrum zur Dopingbekämpfung, Antidoping Schweiz, begleitet. Diese Stelle wird im Rahmen der Auswertung der sichergestellten Unterlagen die Eröffnung von Disziplinarverfahren gegen einzelne Sportlerinnen und Sportler prüfen.

Bereits seit Mitte 2012 ermittelten Zollfahnder aus Freiburg und Stuttgart sowie die Kriminalpolizei Rottweil im Auftrag der Staatsanwaltschaft Freiburg gegen die mutmasslichen Dopingmittelhändler. Die Ermittlungen ergaben, dass annähernd 20 Männer und Frauen im Alter von 21 bis 53 Jahren zumeist über Fitnessstudios und Nahrungsergänzungsmittelshops einen umfangreichen Handel mit Dopingmitteln und anderen nicht zugelassenen Arzneimitteln betrieben und hiermit zumindest teilweise ihren Lebensunterhalt verdienten.

An der Aktion beteiligt waren nebst den genannten Schweizer Polizeikorps mehrere Spezialeinheiten des deutschen Zolls, des Zollkriminalamts in Köln und die Observationseinheit Zoll des Zollfahndungsamts Stuttgart aus Karlsruhe sowie mehrere Dienststellen von Zoll und Polizei in Baden-Württemberg.

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