/// Rubrik: Sport | Topaktuell

Philipp Frommenwiler verpasst Punkte trotz guter Performance

Motorsport – So hatte sich Philipp Frommenwiler das Finale seiner ersten Saison im ADAC GT Masters nicht vorgestellt. Sowohl im Samstagsrennen als auch am Sonntag blieben der Schweizer und sein Teamkollege Mario Farnbacher ohne Punkte. Besonders schade, da das eingespielte Duo schnell genug für die Top-5 gewesen wäre.

Philipp Frommenwiler. (Bild: Alexander Trienitz)

Philipp Frommenwiler. (Bild: Alexander Trienitz)

Im ersten Rennen, das nach zwei schweren Unfällen in der Startrunde abgebrochen und neu gestartet werden musste, übergab Teamkollege Mario Farnbacher den Porsche 911 GT3 R auf dem fünften Rang liegend an Frommenwiler. Alles schien unter Kontrolle, als die Farnbacher-Truppe böse Kunde seitens der Rennleitung erreichte: Der Kreuzlinger hatte die Boxengasse um die Winzigkeit von drei Zehntelsekunden vor Ablauf der Boxenstopp-Mindeststandzeit von 70 Sekunden verlassen.

So winzig der Verstoss, so hart die Strafe: Der 24-Jährige musste erneut in die Box fahren und dort einen Strafstopp von einer Sekunde Dauer absitzen. Was blieb, waren ein elfter Rang und ein enttäuschter Philipp Frommenwiler: «Natürlich ist es frustrierend, weil ein vierter Platz heute locker drin gewesen wäre. Aber wenn du vorne mitfahren willst, darfst du beim Stopp keine Zeit verschenken. Und das kann eben auch mal schiefgehen. Danach hing ich hinter der Corvette fest, kam aber nicht vorbei, weil die auf den Geraden so brutal schnell sind.»

Porsche unter Feuer
Im zweiten Rennen am Sonntag lieferte der Rookie aus Kreuzlingen einen tadellosen Startstint ab und übergab den Farnbacher-Porsche auf Rang sieben liegend an seinen Teamkollegen. Dieser hätte, wie sich im weiteren Rennverlauf zeigen sollte, einen problemlosen fünften Rang heimfahren können. Doch Glücksgöttin Fortuna war dem schweizerisch-deutschen Duo erneut nicht hold. Kurz nach dem Pflichtboxenstopp züngelten Flammen links hinten am Porsche empor. Farnbacher kam an die Box, als das Feuer bereits erloschen war. Das Team entschied sich zwar, den 911er noch einmal auf die Strecke zu schicken, mehr als Platz 19 war aber nicht mehr drin.

«Ein Wochenende zum Vergessen», ärgerte sich Philipp Frommenwiler. «Obwohl das Lenkrad nach einer Berührung leicht schief stand, konnte ich das Tempo meiner Vorderleute gut mitgehen. Kurz vor dem Boxenstopp schien es mir schon, als ob das Auto speziell in Rechtskurven nicht mehr perfekt liegt. Möglicherweise ist ein kleines Leck aufgetreten und Öl aufs Hinterrad getropft. Das müssen wir in Ruhe analysieren. Sehr, sehr ärgerlich, wenn zwei gute Ergebnisse in Griffweite liegen und man dann mit leeren Händen nach Hause gehen muss.»

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.