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Neuer Bericht zur Entwicklung des Thurgauer Bildungswesens

Kantonales – Rund 82 Prozent der Jugendlichen im Kanton Thurgau entscheiden sich im Anschluss an die Volksschule für eine Berufsausbildung. Der Anteil der Jugendlichen ohne Anschlusslösung nach der obligatorischen Schulzeit konnte in den letzten Jahren auf 3,1 Prozent gesenkt werden. Diese und eine Fülle weiterer Informationen finden sich im siebten Bericht zur Entwicklung des Thurgauer Bildungswesens, der soeben publiziert worden ist. Er gibt einen vertieften Einblick in die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen der Bildungslandschaft Thurgau.

(Bild: Julien Christ / pixelio.de)

(Bild: Julien Christ / pixelio.de)

Der Bericht zur Entwicklung des Thurgauer Bildungswesens 2013 fällt in eine Zeit der knappen Staatsfinanzen. Einleitend zeigt der Bericht den gesellschaftlichen Kontext und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der aktuellen Bildungspolitik auf. Sie steht in den kommenden Jahren noch stärker vor der Herausforderung, das Wesentliche vom Wünschbaren zu trennen, ohne dabei zu vergessen, dass Bildung ein kostbares Gut ist. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang die Feststellung, dass im Kanton Thurgau der Anteil der Jugendlichen ohne Anschlusslösung nach der obligatorischen Schulzeit in den letzten Jahren auf aktuell 3,1 Prozent gesenkt werden konnte. Rund 82 Prozent der Jugendlichen entscheiden sich im Anschluss an die Volksschule für eine Berufsausbildung, zehn Prozent für eine Ausbildung an einer Mittelschule. Mit Blick auf den Arbeitsmarkt und die Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent (2012) darf festgestellt werden, dass das Thurgauer Bildungssystem seine Aufgaben gut erfüllt und effektiv ist.

Im Bereich der Volksschule zeigen sich auf kantonaler Ebene drei grössere Entwicklungsbereiche: der Lehrplan 21, die Überarbeitung des Sprachenkonzepts und die Basisstufe aus strukturellen Gründen. Die Einführung des Lehrplans 21 ist ab 2016 geplant. Gegenwärtig läuft die zweite der drei breit abgestützten Vernehmlassungen zum neuen Lehrplan der Volksschule, der zum ersten Mal im Verbund aller 21 Deutschschweizer Kantone entwickelt worden ist. Das entsprechende Einführungskonzept wird im Kanton Thurgau zusammen mit den Bildungsverbänden erarbeitet. Damit ist gewährleistet, dass die Thurgauer Gegebenheiten gebührend und praxisnah berücksichtigt werden.

Auf der Sekundarstufe II macht sich in den kommenden Jahren sowohl in der beruflichen Grundbildung als auch im Mittelschulbereich der kontinuierliche Schülerrückgang der Volksschule bemerkbar. Die Talsohle ist im Volksschulbereich indessen erreicht; die Schülerzahlen sind im Kindergarten wieder leicht ansteigend und ab 2014 wird dieses Wachstum auch auf der Primarstufe einsetzen. Trotz diesen demografischen Schwankungen kann der Lehrstellenmarkt im Thurgau insgesamt als entspannt bezeichnet werden. Die duale Berufsbildung geniesst in unserem Kanton eine hohe Wertschätzung. Allerdings ist festzustellen, dass Angebot und Nachfrage der Ausbildungsplätze nicht in allen Berufen gleich gut spielen.

Auf der Tertiärstufe schliesslich ist bemerkenswert, dass im Jahr 2012 die Zahl der Thurgauer Studentinnen und Studenten an einer Fachhochschule (2558) erstmals über jener der Studierenden an einer universitären oder Eidgenössischen Hochschule (2316) lag. Die starke Zunahme der Tertiärabschlüsse in den letzten Jahren im Thurgau ist in hohem Mass auf das Erfolgsmodell der Fachhochschulen zurückzuführen.

Bezugsadresse für den Bericht zur Entwicklung des Thurgauer Bildungswesens 2013:
Departement für Erziehung und Kultur, Generalsekretariat, Schlossmühlestrasse 9,
8510 Frauenfeld, Tel. 052 724 22 67, Fax 052 724 29 56, E-Mail: dek@tg.ch. Der Bericht ist auch als pdf-Dokument auf der Internetseite des Departements für Erziehung und Kultur verfügbar (DEK > Generalsekretariat > Entwicklungsbericht 2013).

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