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HSC Kreuzlingen mit schwächster Leistung

Handball – Den NLB-Handballern des HSC Kreuzlingen ist die Rückkehr auf die Siegerstrasse nicht gelungen. Beim zuvor punktelosen TV Solothurn kassierte das Team von Spielertrainer Tobias Eblen mit der bisher schwächsten Saisonleistung eine 24:29 (12:13)-Niederlage. (Text: Markus Rutishauser)

Spielertrainer Tobias Eblen am Ball. (Bild: Mario Gaccioli)

Spielertrainer Tobias Eblen am Ball. (Bild: Mario Gaccioli)

Zu allem Überfluss dürfte die Absenzenliste bei den Kreuzlingern noch länger werden. Spielmacher Gabor Fülöp musste nach einem überharten Einsteigen von Solothurns Sandro Sieber, was von den Unparteiischen nur mit einer Zweiminuten-Strafe anstatt einer Roten Karte geahndet wurde, mit einem Nasenbeinbruch ausgewechselt werden. Der bis zu diesem Spiel erfolgreichste Werfer dürfte dem HSCK für zwei bis drei Wochen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Rote Karte stoppt Aufholjagd
Zu diesem Zeitpunkt (54.) war die Partie allerdings bereits entschieden. Die Kreuzlinger bauten nach einer ordentlichen ersten Halbzeit, in der sie nach 20 Minuten sogar mit drei Toren vorne lagen, nach der Pause stark ab. Bei einigen Spielern schien die Cuppartie vom Mittwochabend noch in den Knochen zu stecken und auch mental machten die Thurgauer nicht gerade den frischesten Eindruck.

Zu viele Leistungsträger erreichten nicht ihr gewohntes Niveau. Und während die Abwehr in den ersten 20 Minuten einen ausgezeichneten Job machte und die Solothurner Rückraumhühnen an erfolgreichen Abschlüssen hindern konnten, waren sie nach dem Seitenwechsel meist einen Schritt zu spät oder zu weit von den Gegenspielern weg. So skorte der Zweimeter-Mann Mathias Blaser mit seinen wuchtigen Abschlüssen ein ums andere Mal. Der Dreitore-Rückstand, den sich die Kreuzlinger gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit einhandelten, weil sie in Gedanken noch in der Kabine schienen, blieb fortan bestehen.

Während bei den Solothurnern der Siegeswillen richtiggehend greifbar schien, warteten die mitgereisten HSCK-Anhänger vergebens auf ein entschlossenes Aufbäumen ihrer Mannschaft. Entschlossenheit sieht anders aus! Nur einmal hätte sich das Blatt doch noch wenden können: Nachdem der eingewechselte Lukas Buff mehrere Schüsse parierte, kamen die Thurgauer zehn Minuten vor Schluss nochmals bis auf drei Tore heran. Doch eine unglückliche Aktion von Buff beim Abfangen eines Gegenstosses, die zur Roten Karte und zum Penalty führte, erstickte einen möglichen Endspurt gleich im Keim. Wenig später führte Solothurn mit 26:20 und bekundete in der Folge keine Mühe mehr, die beiden ersten Saisonpunkte ins Trockene zu bringen.

Starke Genfer als nächster Gegner
Für die Kreuzlinger gilt es nach dieser Leistung, über die Bücher zu gehen. Anstatt sich mit dem zweiten Saisonsieg ins Mittelfeld der NLB-Tabelle zu verabschieden, steckt man nun immer noch hinten drin. Und am kommenden Samstag wartet in der Egelseehalle mit CS Chênois Genf der Tabellenfünfte auf den HSCK. Gegen die mit zahlreichen starken Franzosen bestückten Genfer wird die Eblen-Truppe mit einer Leistung wie in Solothurn gezeigt einen ganz schweren Stand haben.

Nekic vor Rückkehr
Eine positive Nachricht gibt es trotzdem noch: Rückraumspieler Josip Nekic wird nach seinem doppelten Bänderriss im Fuss, den er Mitte September beim Heimsieg über die Kadetten Schaffhausen Espoirs erlitten hatte, voraussichtlich in Kürze wieder mit dem Training beginnen können. Der Champions League-erfahrene Kroate und ehemaligen U20-WM-Dritte fehlt dem Kreuzlinger Angriffsspiel doch schmerzlich.

Solothurn – Kreuzlingen 29:24 (13:12)

Sporthalle CIS. – 100 Zuschauer. – Sr. Reiser/Schmid.

Strafen: 2-mal 2 Minuten plus Rote Karte (60. Beer) gegen Solothurn, 1-mal 2 Minuten plus Rote Karte (51. Buff) gegen Kreuzlingen.

Solothurn: Tatarinoff; Adam, Beer (2), Wassmer (5), Zimmermann (7), Kaech (2), Schürch (1), Probst, Blaser (7), Sieber (5/5), Blaser, Toth.

Kreuzlingen: Kenyeres (ab 47. Buff); Eblen, Müller (2), Fülöp (4/1), Schoof (7/1), Briegmann, Fehr, Runge, Gacsalyi, Gross (6), Schäfer (1), Kozak (4).

Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Nekic (verletzt), Fekete (abwesend) und Heim (Ausland). – 54. Fülöp mit Nasenbeinbruch ausgeschieden.

Nächstes Spiel: HSC Kreuzlingen – CS Chênois Genf (Sa, 12. Oktober, 20 Uhr, SZ Egelsee).

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