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Mélange aus Musik und Theater

Konstanz – Am 25. Oktober feiert im Konstanzer Neuwerk ein Stück der besonderen Art Premiere: «Jim Morrison – die Doors Legende» versteht sich als Hommage an einen der grössten Rockmusiker aller Zeiten.

Das Ensemble mit Autor Johannes Fröhlich (r.) und Schauspieler Frank Lettenewitsch (4. v. r.) führt ein Stück über Jim Morrison auf. (Bild: zvg)

Das Ensemble mit Autor Johannes Fröhlich (r.) und Schauspieler Frank Lettenewitsch (4. v. r.) führt ein Stück über Jim Morrison auf. (Bild: zvg)

Bereits vor zwei Jahren sorgte dieselbe Musiktheatergruppe für Furore. Mit einem wilden Beatles-Musical trat das damals nur aus Laien bestehende Ensemble im Konstanzer Bricks auf. «Die Produktion im Winter 2011/12 war sehr erfolgreich», erinnert sich Autor Johannes Fröhlich an die Aufführungen. Insgesamt elf Mal trat man auf und durfte meis vor ausverkauftem Haus spielen. Nichts wie auf also zur zweiten Runde, dachten sich die Konstanzer Theatermacher. Unter dem Titel «Jim Morrison – die Doors Legende» werden aber diesmal nicht Pilzköpfe, sondern Türen gerockt.

Geboten wird erneut Musiktheater, das sich als Hommage an einen grossen Künstler versteht. «Morrison war einer der grössten Rockmusiker des vergangenen Jahrhunderts», verdeutlicht Fröhlich. «Das Stück soll die grosse lyrische Kraft des Poeten zeigen.» Damals wie heute konzipierte Fröhlich den Text für die Bühne und wälzte Berge an Recherchematerial, darunter Bücher über den Musiker, (Song-)Texte von ihm oder Zeitzeugenberichte wie dem des Roadies Danny Sugerman.
Die Zuschauer dürfen auf ein Spektakel hoffen. Natürlich kommen erneut biographische Szenen aus dem wilden Leben wilder Rockstars vor – «die spannenden Geschichten», so Fröhlich.
«Dennoch wird es freier als unser erstes Stück», erklärt der Autor. «Weniger dicht, dafür mit grösserem Schwerpunkt auf dem Dichterischen. Es stellt einen Versuch dar, dem Poeten Morrison auf derselben Ebene zu begegnen.»

Mehr Professionalität
Mit an Bord sind bekannte Profischauspieler. Den alten Jim Morrison gibt beispielsweise Frank Lettenewitsch, einer der bekanntesten ehemaligen Schauspieler am Stadttheater. Aber auch die Laien brauchen sich nicht verstecken: So wird der junge Morrison von Johnny Stöckle gespielt. Der 29-Jährige durfte schon im Beatles-Musical eine Performance ausser Rand und Band abliefern. Regisseurin ist erneut die Singenerin Ursula Burkart.

«Die Musik ist grossartig»
Die Musik soll zum eigentlichen Star der Stückes werden und wird vom Ensemble selber live auf der Bühne gespielt. «Musikalisch ist es hervorragend, besser als beim letzten Mal», kündigt Fröhlich an, betont aber gleichzeitig: «Es handelt sich aber nicht um den Auftritt einer Doors-Coverband.» Zu hören sein wird neben Patrick Manzecchi, dem renommiertesten Schlagzeuger der Bodenseeregion, auch Jazzmusiker Paul Amrod. Der als Perfektionist bekannte Komponist und Pianist transkribierte die Noten der Stück eigenhändig für die Aufführungen und coachte die Band.

Einen neuen Spielort galt es ebenso zu finden: Im grossen Saal der Konstanzer Neuwerks werden dieses Mal rund 200 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Auch damit beschreitet die ambitionierte Musiktheatergruppe neue Wege.

Spieldaten
Premiere/Uraufführung: Freitag, 25. Oktober, 20 Uhr
Zusatzvorstellungen, immer 20 Uhr: 27.10./ 1.11./ 3.11. (16 Uhr)/ 6.11./ 7.11./ 8.11./ 9.11./ 10.11.

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