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FC Kreuzlingen setzt auf Zeit

Fussball – Nach neun Spieltagen in der 2. Liga interregional steht 1. Liga-Absteiger FC Kreuzlingen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Lediglich zwei Siege sind der Mannschaft um Trainer Kristijan Djordjevic bislang gelungen, demgegenüber stehen ein Remis und sechs Niederlagen.

Co-Trainer Aydemir Demir und Trainer Kristijan Djordjevic haben zurzeit wenig Grund zur Freude. (Bild: Gaccioli)

Co-Trainer Aydemir Demir und Trainer Kristijan Djordjevic haben zurzeit wenig Grund zur Freude. (Bild: Gaccioli)

Und obwohl bei Sponsoren und Zuschauern das Murren immer unüberhörbarer wird, schrillen beim Verein noch keine Alarmglocken. «Wir geben der Mannschaft noch Zeit, sich zu entwickeln», sagt Präsident Daniel Geisselhardt. «Natürlich freut uns die Tabellensituation nicht, wir sind aber überzeugt, dass Trainer und Mannschaft die Trendwende gelingt.» Viel schlimmer darf es allerdings aus seiner Sicht nicht mehr werden: «Ein Abstieg wäre fatal.»

Spielsystem muss greifen
Davon will auch Trainer Djordjevic nichts wissen, der im Mai verpflichtet wurde:  «Unsere Art und Weise Fussball zu spielen, wird sich auf Dauer durchsetzen.» Er bittet das Umfeld um Geduld, schliesslich müsse sein neues Spielsystem erst einmal greifen und von den Spielern auf dem Platz umgesetzt werden.

Vom Kader der vergangenen Saison seien nur vier Spieler übrig geblieben, zwei davon als Stammspieler. «Ich habe eine komplett neue Mannschaft übernommen, die ihre Zeit braucht», so der ehemalige Bundesligaprofi, der seine hoffnungsvolle Karriere wegen einer schweren Trainingsverletzung 2004 vorzeitig beenden musste. Dass die Mannschaft jetzt Vorletzter ist, kann sich Djordjevic auch nicht so recht erklären. Zum Teil sei es Eigenverschulden gewesen, und die neue Art, Fussball zu spielen: «Daran müssen sich die Spieler erst noch gewöhnen.» Dumme Eigenfehler, die zu Gegentoren führten, und mangelnde Effizienz sieht Präsident Geisselhardt als Grund für die aktuelle Lage.

Trainer ist unbestritten
Bei ihm hat der Trainer jedoch unbegrenzten Kredit: «Kristijan Djordjevic ist unbestritten. Er gehörte schon zu unseren Wunschkandidaten, als wir uns für Marc Hodel entschieden hatten.» Für diesen sprach damals seine regionale Verwurzelung, was sich dann aber nicht als Vorteil erwiesen hatte. Mit dem 37-Jährigen aus dem Raum Tuttlingen will der FC Kreuzlingen auch unabhängig von der Ligazugehörigkeit zuammenarbeiten.

Wie sehr auch Ex-Profi Djordjevic an einer längerfristigen Verpflichtung gelegen ist, zeigt sich daran, dass sich der 37-Jährige mit seiner aus Baden (Aargau) stammenden Frau, Sohn (13) und Tochter (8) in Tägerwilen niedergelassen hat. Die Kinder gehen dort auch zur Schule, «hier gefällt es uns sehr.»

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