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Tanzprojekt fusioniert verschiedene Stile

Kreuzlingen – Flamenco und Bach, Hip Hop in Steppschuhen – In einem gemeinsamen Projekt bringen Pädagoginnen aus der Region verschiedene Tanzrichtungen gleichzeitig auf die Bühne. «Con Fusion» lautet der passende Titel der Aufführung.

Hahn im Korb: Die Tänzerinnen des regionalen Tanzprojekts «Con Fusion» umringen einen Tänzer. (Bild: zvg)

Hahn im Korb: Die Tänzerinnen des regionalen Tanzprojekts «Con Fusion» umringen einen Tänzer. (Bild: sb)

Die Proben für «Con Fusion» laufen auf Hochtouren. Dabei ist es gar nicht so einfach, alle Beteiligten zu einer Probe zusammenzubringen. Wenn die 23 Tänzerinnen und zwei Tänzer in den Räumen der Musikschule Kreuzlingen aufeinandertreffen, wird’s bunt: Eine Ballerina schwebt engelsgleich übers Parkett, daneben klappert eine Tänzerin mit ihren Steppschuhen, während die Flamenco-Frauen stolz und würdevoll daher schreiten und eine junge Hip-Hop-Tänzerin ihre Moves vorführt. Eine Zirkusakrobatin verrenkt sich derweil kunstvoll.

«Con Fusion» wird von Sandra Lenherr und Teresa Andrés geleitet. Sie entwickelten Choreographien für Flamenco, Tab und Modern. Anne Labhardt, Emanuel Ramos und Alicia Walterspiel steuerten weitere für Jazz, Ballett und Hip Hop bei. Getanzt werden diese von Frauen und Männern aus verschiedenen Tanzschulen des Bodenseeraumes, zu teilweise stilfremder Musik. «Ziel war es, ohne eine Tanzrichtung besonders in den Fokus zu stellen, die Unterschiedlichkeit der Stile aber auch ihre Gemeinsamkeiten zu zeigen», verdeutlichen die Projektleiterinnen. In Kombination mit Musik, die man zum Beispiel zum Hip Hop oder Flamenco so nicht erwarten würde, entwickelt sich eine spannungsreiche und überraschende Annäherung.

Coole Durchmischung
Die Idee dazu basiert auf früheren Projekten. «Schon am Tanzfest 2012 haben wir einzelne Sequenzen vorgestellt, was auf grossen Zuspruch und Interesse stiess», berichten die Tanzpädagoginnen. «Wir fragten uns: Wie würde es wohl harmonisieren, wenn noch mehr Menschen und noch mehr Stilrichtungen dazukommen würden?» Entstanden ist das umfangreichste Vorhaben, das beide je auf die Beine stellten. Als Ehrenamtliche stosse man da teilweise an die Grenzen der Belastbarkeit. «Ein Mammut-Projekt», unterstreicht Teresa Andrés. «Aber es ist einfach cool, wenn man alles durchmischt.»

Im Stück selbst geht es auch um Grenzen, um das Auflösen derselben, um ein Nebeneinander, das zum Miteinander wird. Um Energie, die entsteht, wenn aus Unterschieden Bereicherung geschaffen wird. Die szenische Bearbeitung übernahm Regisseurin Cristina Czetto.

Die Geschichte einer Frau
Erzählt wird die Geschichte einer Frau, verkörpert durch die Akrobatin Diana Schönholzer, die sich auf eine Reise in ihre Vergangenheit begibt. Sie wird von Bildern aus ihrer Erinnerung geplagt, welche auf der Bühne umgesetzt werden. Die Hauptfigur begreift: Positives wie Negatives gehören zu ihrer Entwicklung. Ihre anfängliche Konfusion löst sich allmählich auf, bis am Ende die innere Versöhnung steht.

«Die Inhalte der Show beschränken sich nicht allein auf Tanz, es bezieht auch andere Kunstformen mit ein», verrät Sandra Lenherr. Die Zuschauer dürfen sich auf jeden Fall auf einen spannenden Abend freuen. Den TänzerInnen stehen indes nur noch wenige Proben bevor. Premiere ist am 8. November im Kreuzlinger Dreispitz.

Spieldaten
Premiere von «Con Fusion» ist am Freitag, 8. November, 20 Uhr, im Dreispitz Kreuzlingen. Vorverkauf unter Tel. 078 610 37 04. Weitere Aufführungen: Samstag, 9. November, in Rorschach und am Samstag, 16. November, in Weinfelden.

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