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Grandiose Hilfe aus Ermatingen

Ermatingen – Grosszügiger Beitrag durch die Pfarrei St. Albin aus Ermatingen. Für ein Projekt des Fastenopfers in Brasilien hat sie über 4500 Franken gesammelt.

Dank der Pfarrei St. Albin aus Ermatingen Rechte einfordern: Kleinbauern kämpfen um ihr Land. (Bild: Fastenopfer)

Dank der Pfarrei St. Albin aus Ermatingen Rechte einfordern: Kleinbauern kämpfen um ihr Land. (Bild: Fastenopfer)

Seit über 50 Jahren setzt sich Fastenopfer für benachteiligte Menschen in Entwicklungsländern und gegen ungerechte Strukturen ein. Dabei zählt das Hilfswerk auf die Unterstützung der Pfarreien. So haben Mitglieder der Pfarrei Ermatingen in der diesjährigen Fastenzeit 4515 Franken gesammelt. Mit diesem Betrag leistet die Pfarrei Hilfe für ein Projekt des Fastenopfers zu Gunsten benachteiligter Menschen in Brasilien.

Gemeinsam Lösungen finden
Brasilien hat in den letzten Jahren ein grosses Wirtschaftswachstum erlebt. Die Regierung baut Staudämme für die Energiegewinnung, für die Erschliessung von neuen Häfen braucht es zusätzliche Strassen. Diese Entwicklung hat aber auch ihre Schattenseiten: Die Lebensräume verschiedener Bevölkerungsgruppen geraten unter die Räder.

Die Partnerorganisationen von Fastenopfer haben sich einerseits zum Ziel gesetzt, die Ernährungssituation der Menschen zu verbessern. Andererseits sollen Gemeinschaften ihre Rechte kennen und diese einfordern. Als weiteres Element erhalten Bauernfamilien Ausbildungen im Bereich der nachhaltigen und umweltschonenden Landwirtschaft.

Die Projekte haben bereits vielversprechende Resultate erzielt. Die Menschen haben ihre Rechtskenntnisse beträchtlich erweitert. Verschiedene Dorfgemeinschaften fordern ihre Grundrechte bei der lokalen Regierung ein. Dabei greifen sie auf verschiedene Mittel zurück: Gespräche, Protestmärsche, politische Kampagnen. Auf der lokalen Ebene zeigen sich auch Erfolge: Die Familien bewirtschaften ihre Felder auf natürlichere und somit nachhaltigere Weise.

«Am selben Strick»
Dieses Projekt verdeutlicht das Engagement des Fastenopfers: Das Hilfswerk stärkt Gemeinschaften und fördert die Eigeninitiative der Menschen. Dadurch wird die Gefahr neuer Abhängigkeiten eingedämmt und die Projekte wirken nachhaltig.

Antonio Hautle, Direktor des Fastenopfers, zeigt sich beeindruckt von der Unterstützung aus der Pfarrei St. Albin aus Ermatingen: «Ich bin sehr dankbar für diesen gelebten Gemeinsinn und diese Solidarität. Nur dank solcher grosszügiger Unterstützung kann Fastenopfer seine Projekte für benachteilige Menschen realisieren. Gemeinsam schaffen wir eine gerechtere Welt.»

Stichwort Fastenopfer
Fastenopfer, das Hilfswerk der Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz, engagiert sich in 14 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Mit der Programm- und Projektarbeit setzt es auf langfristige Beziehungen mit Organisationen vor Ort und unterstützt Menschen, die ihre Zukunft selber in die Hand nehmen: Hilfe zur Selbsthilfe! Die Erfahrung hat gezeigt: Ein Projekt wirkt nur dann nachhaltig, wenn es von einer Gemeinschaft getragen wird. Daher zielt Fastenopfer auf die Stärkung von lokalen Dorfstrukturen und anderen Gruppierungen, in denen sich Menschen engagieren.

Fastenopfer finanziert sich hauptsächlich durch Spenden und Legate. Die finanziellen Mittel werden sorgfältig, zielgerichtet und wirksam eingesetzt (Zewo-zertifiziert). Von jedem Spendenfranken fliessen 90 Rappen in die Projektarbeit.

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