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Vereinsreise der Astronomischen Vereinigung Kreuzlingen

Kreuzlingen – Die Astronomische Vereinigung Kreuzlingen führte am vergangenen Wochenende ihre Vereinsreise durch. Diese führte die Mitglieder zum Flughafen Zürich und zur Sternwarte Eschenberg bei Winterthur.

Die Vereinsreise der Astronomischen Vereinigung Kreuzlingen führte die Teilnehmer u.a. zur Sternwarte Eschenberg. (Bild: zvg)

Die Vereinsreise der Astronomischen Vereinigung Kreuzlingen führte die Teilnehmer u.a. zur Sternwarte Eschenberg. (Bild: zvg)

Die Astronomische Vereinigung Kreuzlingen (AVK) bot ihren Mitgliedern an der diesjährigen Vereinsreise zwei Höhepunkte. Der Besuch und die geführte Besichtigung des Flughafens Zürich zeigte eindrücklich, wie gross der Aufwand und die Infrastruktur für einen geordneten und sicheren Flugbetrieb sein muss. Dass dabei auch Füchse im Flughafen internen Naturschutzgebiet zwischen den Rollfeldern eine wichtige Rolle einnehmen war doch eher überraschend. Sie jagen nämlich die Feldmäuse und verringern dadurch das Nahrungsangebot der grossen Raubvögel, die in der Tat für Flugzeugturbinen gefährlich sind.

Eine andere imposante Erfahrung war, dass die 40 Tonnen schweren Löschfahrzeuge innert 20 Sekunden nach Alarmeingang vollbesetzt starten und die Boliden mit ihren 1000 PS starken Motoren mit 140 km/h zur Unfallstelle brausen. Erlebnisreich waren die Momente am Pistenkreuz, wo die Flugzeuge in nächster Nähe abheben oder landen. Das Donnern der Triebwerke schüttelten die Zwerchfelle und mancher kam dabei ins Staunen, dass so ein riesiges Ding überhaupt fliegen kann.

Sternwarte mit internationalem Ruf
Der Bus brachte anschliessen die Reisegäste zur Sternwarte Eschenberg bei Winterthur. Diese kleine Sternwarte geniesst internationalen Ruf. Ein kleines Forscherteam hat sich der Aufgabe verschrieben, Kleinplaneten und Asteroiden aufzuspüren und zu erforschen. Diese Himmelskörper halten sich zwischen Mars und Jupiter auf und stellen latent auch ein gewisses Gefahrenpotential für die Erde dar. Aus dem Vortrag von Sternwartenleiter Markus Griesser waren brisante Details zu vernehmen. Es stürzen immer wieder grosse und gefährliche Brocken auf die Erde, manchmal begleitet mit grossem Medienspektakel, manchmal von der Öffentlichkeit völlig unbemerkt. Ein Brocken von einem Kilometer Durchmesser allerdings würde jedoch spontan den Tod von rund einer Milliarde Menschen bedeuten. Besonders interessant war die Demonstration, wie auch die ganz kleinen Himmelskörper von nur wenigen Metern Durchmesser ausfindig gemacht werden. Ohne die heute zur Verfügung stehenden technischen Mittel mit moderner Computerunterstützung wäre das ein hoffnungsloses Unterfangen. Stolz präsentierte Herr Griesser, dass die Entdecker ihren Objekten den Namen geben dürfen. So gibt es u.a. einen Kleinplaneten «Winterthur» und «Helvetia», der es sogar 2009 auf eine Schweizer Briefmarke brachte.

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