/// Rubrik: Polizeimeldungen | Topaktuell

Flüge mit Ultraleichtflugzeug ohne Lizenz

Thurgau – Schweizer Grenzwächter entdeckten Ende September im Kanton Thurgau auf einem Feldweg ein Ultraleichtflugzeug mit warmem Motor. Das Flugzeug mit deutscher Immatrikulation gehört einem in der Schweiz wohnhaften Mann. In der Schweiz ist im Gegensatz zum Ausland das Fliegen mit gewissen Ultraleichtflugzeugen verboten. (Text: Grenzwachtregion II)

(Symbolbild: kb)

(Symbolbild: kb)

Ende September entdeckten Grenzwächter aus Kreuzlingen auf dem Seerücken ein Ultraleichtflugzeug. Dieses stand auf einem Feldweg und hatte einen warmen Motor. Der Besitzer gab an, zuvor vom gleichen Feldweg gestartet und auch schon an anderen Tagen geflogen zu sein. Der in der Schweiz wohnhafte Mann konnte keine
Zulassung des Bundesamts für Zivilluftfahrt BAZL für dieses Luftfahrzeug vorweisen, da ein Ultraleichtflugzeug dieses Types in der Schweiz nicht zulassungsfähig ist.

Das Ultraleichtflugzeug war mit einem deutschen Immatrikulationszeichen versehen. Bei den weiteren Abklärungen stellte sich heraus, dass der Eigentümer und Pilot das alte Fluggerät zerlegt und nicht flugfähig in die Schweiz eingeführt hatte. Diese Teile hatte er bei der Einfuhr in die Schweiz versteuert. Die in den Papieren angegebene Immatrikulation stimmte nicht mehr mit der des Fluggerätes überein. Die Abklärungen ergaben zudem, dass weitere Teile für diesen Ultraleichtflieger zum Teil als günstige Occasionen gekauft und montiert
wurden. Sie wurden teilweise von anderen Personen und zu verschiedenen Zeitpunkten in die Schweiz eingeführt. Die Zollverwaltung verzichtet auf zollrechtliche Massnahmen.

Der Eigentümer und Pilot besitzt keine Lizenz zum Führen eines Luftfahrzeugs. Er ist zudem mit einem Luftfahrzeug ohne gültige Immatrikulation, ohne Zulassung des BAZL und ohne Versicherungsschutz geflogen. Zudem betrieb er das Fluggerät ausserhalb eines Flugplatzes und ohne gültige Aussenlandebewilligung. Die diversen Widerhandlungen gegen luftrechtliche Bestimmungen werden zurzeit vom Bundesamt für Zivilluftfahrt untersucht.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.