/// Rubrik: Leserbriefe

Auf WLAN in Schulen verzichten

Die kritische Stellungnahme von Hr. Zbornik zur geplanten Hochleistungs-Mobilfunkantenne auf dem ceha-Gebäude unterstütze ich vollumfänglich. (Text: Ernst Bucher, Physiker)

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Bei einer Leistung von 5 kW erreicht innerhalb von 20m alle Anwesenden eine Strahlung von mindestens 2 W/m2 oder eine elektr. Feldstärke von über 40 V/m, und dies rund um die Uhr. Die Betreiber, die verantwortliche Stadtverwaltung und der Gebäudebesitzer, Kantonsrat Hess, scheinen all die soliden Erkenntnisse, die man bisher über die Einwirkung dieser Strahlung auf Tiere und Pflanzen gewonnen hat, zu ignorieren und kritische Stimmen als Angstmacher zu diffamieren.

Schon wieder wird dem Profitoptimieren das höhere Gewicht eingeräumt, als der Sorge um die Gesundheit. Das war schon bei früheren Neuerungen der Fall: Radioaktive Strahlung, Contergan, Tallidomid, dem Asbest etc. und auch neuerdings bei Nanomaterialien; solange, bis man den Fakten nicht mehr ausweichen konnte, und die Toleranzdosis massiv reduzieren, bzw. einzelne Produkte verbieten musste.

Es ist aus bisherigen Studien zu erwarten, dass auch menschliches Gewebe durch diese Strahlung beeinflusst wird. Aus anderer Strahlung wissen wir, dass sich die schädlichen Effekte ein Leben lang akkumulieren, was auch hier zu erwarten ist. Die Ironie dazu ist, dass MIGROS im ceha ein MFIT  Zentrum baut und dann die Besucher eine massive Strahlungsdosis von dieser Antenne mitbekommen. Mit Gewissheit kein positiver Beitrag zur Gesundheit!

Das Problem ist vor allem der langfristig wirkende, negative Nebeneffekt, der sich erst in Jahren oder Jahrzehnten bemerkbar machen kann, aber auch bereits in vielen anderen Fällen nachgewiesen worden ist. Natürlich sind nicht alle Menschen gleich anfällig darauf, ebensowenig wie auf andere Arten von Strahlung, wie etwa Sonnenstrahlung. Aber das kann man doch nicht als Argument verwenden, dass diese Antenne harmlos sei. Müssen erst massive Krankheitsfälle auftreten, um die jetzige viel zu hohe Toleranzdosis zu reduzieren? Und wer übernimmt den Schaden, wenn er nachweisbar wird? Swisscom? Herr Hess? Die Behörden, die die Genehmigung erteilt haben? Versichert ist niemand, also fällt der Schaden wieder einmal den Betroffenen selbst zu.

Solche  Strahlungsquellen gehören niemals in Ballungszentren wie ceha, wo soviele Mitarbeiter, Kinder, schwangere Frauen, Einwohner, tagtäglich rund um die Uhr dieser Strahlung ausgesetzt und gefährdet sind. Der Mobilfunk in Kreuzlingen funktioniert einwandfrei, und wir benötigen keine Antennen auf Vorrat. Wir alle könnten gegen das Übel dieses Antennenwildwuchses viel beitragen indem wir diese Technik nur für das nötige nützen, und gleichzeitig etwas zu unserer Verbesserung der Lebensqualität beisteuern. Dies beinhaltet auch, für unsere Schulen auf WLAN ganz zu verzichten.

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