/// Rubrik: Stadtleben

Für Toleranz und Akzeptanz

Kreuzlingen – Zu einer dreifachen Feier durfte Imam Rehan Neziri am vergangenen Sonntag zahlreiche Gäste in der albanischen Moschee begrüssen: Das Gebetshaus wurde 20 Jahre, zugleich feierten die Muslime den Beginn des neuen Jahres 1435. Der Anlass markierte ausserdem den Start in die Kreuzlinger Woche der Religionen.

(V.l.) Imam Nehan Reziri, Stadtammann Andreas Netzle, der Wiler Imam Bekim Alimi und Schulpräsident Jürg Schenkel. (Bild: sb)

(V.l.) Imam Nehan Reziri, Stadtammann Andreas Netzle, der Wiler Imam Bekim Alimi und Schulpräsident Jürg Schenkel. (Bild: sb)

Als GastrednerInnen traten unter anderem Susanne Dschulnigg, Päsidentin der Evangelischen Kirchenvorsteherschaft, Stadtammann Andreas Netzle oder Bekim Alimi, Imam der Moschee in Wil, vor die Gäste.

Der Stadtammann betonte in seiner Rede die Bedeutung der Woche der Religionen für den interreligiösen Dialog. Nur gemeinsam könne es gelingen, Vertrauen aufzubauen – ein fortführender Prozess, der «noch nicht abgeschlossen ist». Netzle sprach einerseits den «tiefen Glauben und das grosse Selbstvertrauen» des Islam an, Eigenschaften, die möglicherweise bei einigen Mitbürgern für Unsicherheit sorgen. Er lobte andererseits die «Transparenz», mit welcher die Muslime Vertrauen schaffen.

Das Kopftuchverbot im Tessin bezeichnete Netzle als «weniger schöne Entwicklung». Er verlieh der Hoffnung Ausdruck, «dass die Thurgauer toleranter sind» und ähnlichen Bestrebungen hierzulande eine Abfuhr erteilen. Die Moschee als gemeinsamer Gebetsort gebe den muslimischen Mitbürgern «Halt in der Fremde». Gleichzeitig sollten sie sich aber auch auf ihre neue Heimat einlassen, so Netzle.

Weitere Informationen zur Woche der Religionen finden Sie hier.

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