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Finale Auszeit kostet wichtige Punkte

Handball – Bis zehn Minuten vor Schluss haben die SPL2-Frauen des HSC Kreuzlingen dem wichtigen Auswärtsspiel gegen Mitaufsteiger LK Zug 2 ihren Stempel aufgedrückt und mussten am Ende doch als 19:20-Verliererinnen vom Platz. In der Schlussphase hatte die Lüttin-Truppe ihre Torproduktion vorzeitig eingestellt. (Text: Markus Rutishauser)

Wie schon (zu) oft endete für die Aufsteigerinnen vom Bodensee ein weiteres Punktspiel in der zweitobersten Spielklasse mit viel Frust. Nach einer verhaltenen Startphase übernahmen die Kreuzlingerinnen das Zepter und setzten sich mit Treffern auf allen Positionen kontinuierlich ab. Ab dem 7:8 durch Fabienne Schär brachten die Zugerinnen keinen einzigen weiteren Treffer mehr zustande, weshalb der HSCK mit einem komfortablen 14:7-Vorsprung in die Pause durfte.

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Thurgauerinnen soweit alles unter Kontrolle. Eine Viertelstunde vor Schluss lagen sie immer noch scheinbar komfortabel mit 18:13 vorne. Dann aber wiederholte sich das Spielgeschehen wie eine Woche zuvor gegen die HSG Leimental – diesesmal aber ohne Happy-End. Die HSCK-Frauen scheiterten wieder Mal für Mal an sich selber, trotz guter Einschussmöglichkeiten. Anstatt den direkten Weg oder über den Kreis zum Tor zu suchen, wurde die Verantwortung hin und her geschoben. Die Abschlussversuche endeten bei der gegnerischen Torfrau.

Moral sank
Einem schnellen Aufbauspiel der Zugerinnen folgte meist das erfolgreiche Kreisspiel des Heimteams. Zeitstrafen und Gegentore liessen bei den Kreuzlingerinnen die Moral immer mehr knicken und so brachten sie in den letzten zehneinhalb Minuten kein einziges Tor mehr zu Stande. Die Zugerinnen liessen sich nicht zweimal bitten und machten mit fünf Treffern in Serie aus dem 14:19 ein 20:19. Und weil die Lüttin-Truppe in der Schlussphase auch noch eine zweiminütige Überzahl nicht nützen konnte, blieb es bei dieser ganz bitteren Niederlage.

Einmal mehr bleibt den Kreuzlingerinnen und ihrem Trainer die Erkenntnis, das nötige Rüstzeug für die zweithöchste Spielklasse zwar zu besitzen, doch wenn sie dieses nur 50 Minuten in die Waagschale werfen, reicht dies am Ende eben meist doch nicht zu Punkten.

In der Tabelle zieren die Kreuzlingerinnen damit zusammen mit der punktgleichen HSG Leimental das Tabellenende. Allerdings liegt das viertklassierte Brühl St. Gallen nur zwei Punkte voraus. Am nächsten Samstag, 16. November, gastiert um 18.00 Uhr der Tabellendritte HV Herzogenbuchsee in der Sporthalle Egelsee. Eine Chance zur Wiedergutmachung.

LK Zug 2 – HSC Kreuzlingen 20:19 (7:14)

Sporthalle. – 50 Zuschauer. – Sr. Ettling, Senn.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Zug, 3-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.

Zug: Hofstetter/Widmer; Schifferle (1), Plüss (1), Inderbitzin, Schneider (3), Schlumpf (5), Gwerder, Haas, Roos, Hauser, Schneider (1), Schärer (6), Käppeli (3).

Kreuzlingen: Brüschweiler (Stein); Klein, Singer-Duhanaj (2), Prell (2), Weidmann, Flütsch, Ertl, Bailon, Krauss, Veit (3), Ettwein (2), Mauter (10/5).

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