/// Rubrik: Leserbriefe

Handy ja – Antenne nein?

Beim Streit um neue Mobilfunkmasten in Wohngebieten wird gesagt: «Jeder wolle sein Handy benutzen, aber niemand einen Antennenmasten vor seinem Haus.» Das muss kein Widerspruch sein. (Text: Jost Rüegg, Techniker, Kantonsrat)

(Bild: pixelio)

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Längst gibt es die Technik, in dicht besiedelten Gebieten mit vielen kleinen Sende- und Empfangsanlagen die modernen Bedürfnisse abzudecken. Solche Anlagen können bis maximal sechs Watt abgestrahlter Sendeleistung ohne Bewilligung unauffällig in Städten montiert werden. Eskommt dazu, dass auf diese Weise die Strahlenbelastung viel tiefer ausfällt und zudem verursachergerecht verteilt wird.

Vergleich: Ein Feuer lässt sich in engen Verhältnissen viel effizienter und auch gezielter mit einer Sprinkleranlage löschen, als mit einem grossen Feuerwehrschlauch. Darum: Gegner von Antennenmasten sind nicht gegen eine risikobewusste Handynutzung, sondern gegen eine veraltete, störende und auch schädliche Technologie, die zu Recht und aus verschiedenen Gründen bei immer mehr Bürgerinnen und Bürgern auf Widerstand stösst. Die Mobilfunkbetreiber hätten es in der Hand, in Wohngebieten freiwillig und viel früher auf eine bessere und angemessenere Technik umzusteigen, so lange die Gesetzgebung und Rechtsprechung dem Fortschritt derart hinterher hinkt.

Jost Rüegg, Techniker TS, Kantonsrat, Lohstrasse 6a, CH-8280 Kreuzlingen

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