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Vakanzen wiegen zu schwer

Handball – Der HSC Kreuzlingen hat am 8. NLB-Spieltag eine starke erste Halbzeit (15:11) gegen Yellow Winterthur nicht zum erhofften Heimsieg ausnützen können. Die Hafenstädter verloren trotz einer kämpferischen Leistung am Ende mit 28:30 und bleiben damit im hinteren Tabellenviertel stecken. (Text: Markus Rutishauser)

Trainer Tobias Eblen konnte diesmal nicht zufrieden sein. (Bild: Gaccioli)

Trainer Tobias Eblen konnte diesmal nicht zufrieden sein. (Bild: Gaccioli)

«Eine weitere wenig zwingende Niederlage», ärgerte sich HSCK-Präsident Patrick Müller am Ende über eine verpasste Chance, dringend benötigte Punkte auf das Konto gutschreiben zu können. Pech und ärgerlich waren die Absenzen, die Spielertrainer Tobias Eblen zu einigen Umstellungen zwangen.

So fehlten neben dem langzeitverletzten Josip Nekic, der sein Comeback doch nochmals verschieben musste, auch noch Topscorer Oliver Schoof (krank) und der zuletzt formstarke Kreisläufer Stefan Runge (gesperrt). Die Kreuzlinger zeigten angeführt von einem starken Keeper Pal Kenyeres und einem von seinem Nasenbeinbruch wiedergenesenen Gabor Fülöp trotzdem eine erfreuliche Leistung. Gegen die mit zahlreichen ehemaligen NLA-Cracks bestückten Winterthurer lagen sie in den ersten 30 Minuten nur einmal (beim 0:1) in Rückstand. Danach übernahmen die Gastgeber das Spieldiktat und lagen meist mit zwei bis drei Treffern vorne. Weil Marcel Müller vier Sekunden vor dem Pausenpfiff seine Chance verwertete, ging der HSCK mit einem 15:11-Vorteil in die Halbzeit.

Wende nach Überzahl
Den Vorsprung verteidigten die Thurgauer nach dem Seitenwechsel vorerst sicher. Allerdings mussten sie sich den Vorwurf gefallen lassen, aus zwei Winterthurer Strafen gleich zu Beginn zu wenig gemacht zu haben. Statt die Reserve zu vergrössern, mussten sie Yellow näher herankommen lassen. Als man dann selbst in Unterzahl geriet, glichen die Zürcher durch einen Doppelschlag von Raphael Liniger innert Minutenfrist zum 18:18 aus. Fortan waren die Gäste das bessere, weil stilsicherer und effizientere Team.

Der Rückstand des HSCK wuchs auf bis zu fünf Toren an und pendelte sich fortan im Bereich von vier bis fünf Treffern ein. In den Schlussminuten begannen sich die Kreuzlinger aber nochmals gegen die drohende Niederlage aufzulehnen, kamen durch einen Doppelpack von Milan Kozak knapp vier Minuten vor Schluss nochmals auf 25:27 heran und läuteten damit eine packende Endphase ein. Nach dem 28:29 in der Schlussminute durften die Kreuzlinger Fans sogar nochmals auf einen Punktgewinn hoffen, doch Yellow liess sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und machte neun Sekunden vor dem Schlusspiff mit dem 28:30 von Jonas Steiner alles klar.

Kapitales Auswärtsspiel
Am nächsten Samstag reisen die Kreuzlinger zum Tabellennachbarn BSV Stans, der sich nach einem schwachen Saisonstart zuletzt deutlich steigern konnte. HSCK-Trainer Tobias Eblen hofft bis dann zumindest wieder auf Topscorer Oliver Schoof zurückgreifen zu können. Ob der kroatische Rückraumhühne Josip Nekic endlich sein Comeback nach über zweimonatiger Verletzungspause gegen kann, wird sich erst am Spieltag weisen. In der Innerschweiz sollen endlich die ersten beiden Auswärtspunkte gewonnen werden.

HSC Kreuzlingen – Yellow Winterthur 28:30 (15:11)

Sporthalle Egelsee. – 180 Zuschauer. – Sr. Anthamatten/Wapp.

Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 4-mal 2 Minuten gegen Winterthur.

Kreuzlingen: Kenyeres/Buff; Eblen, Müller (2), Fülöp (11/3), Fehr, Gacsalyi, Heim, Fekete (6), Gross (2), Briegmann, Schäfer (1), Kozak (6).

Winterthur: Haupt (Inauen); Meili (1), Bürgler (3), Riwar (1), Schärer, Läng (4/2), Steiner, (7), Müller (3), Huwiler, Graf (2), Kipili (4), Liniger (5/2).

Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Nekic (rekonvaleszent) und Schoop (krank).

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