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Ein Jugendtreff in den Mack-Hallen

Ermatingen – Mit einer Informationsveranstaltung wurde am Montagabend ein neuer Anlauf für einen Ermatinger und Salensteiner Jugendtreff genommen. Nächste Hürde sind die Budgetgemeinden der beteiligten Körperschaften.

Dreidimensionales Modell mit Skaterampen und Kletterwand. (Bild: zvg)

Dreidimensionales Modell mit Skaterampen und Kletterwand. (Bild: zvg)

Das Projekt «Jugendtreff» ist für Ermatingen ein altes Anliegen – bereits im 2001 sind die ersten Protokolle einer Arbeitsgruppe verfasst worden. Auch die Ermatinger Stimmbürger haben bereits anlässlich verschiedener Gemeindeversammlungen das Projekt «Jugendtreff im Güterschuppen» am Bahnhof mehrheitlich unterstützt. Das Projekt hat sich aber nach einem langjährigen Rechtsstreit aufgrund eines Entscheides des Bundesgerichts im Jahre 2012 als praktisch unrealisierbar erwiesen.

Eine Überarbeitung des alten Projektes mit einer Vielzahl von Auflagen wäre zu aufwändig gewesen. Nach einer gemeinsamen Standortbestimmung der beteiligten Körperschaften wurde ein neues Projekt an einem neuen Standort ins Leben gerufen. Die im Frühling dieses Jahres vom Gemeinderat Ermatingen eingesetzte Arbeitsgruppe wählte die Mack-Halle an der Bahnhofstrasse und erarbeitete dort ein neues Projekt erarbeitet.  Anlässlich einer Informationsveranstaltung nutzten am 11. November über 60 Interessierte die Möglichkeit, Informationen zum jetzigen Jugendtreff-Konzept zu erhalten und zu hinterfragen. Betriebskonzept, Hallenausstattung und Finanzierung wurden von verschiedenen Arbeitsgruppenmitgliedern vorgestellt. Sekundarlehrer Beni Lenzin zeigte das Projekt anhand eines von den Schülern erarbeiteten dreidimensionalen Modells auf.

An den kommenden Gemeindeversammlungen der verschiedenen am Projekt beteiligten Körperschaften (Politische Gemeinden Ermatingen und Salenstein, Sekundarschulgemeinde Ermatingen, Primarschulgemeinde Ermatingen, Katholische und Evangelische Kirchgemeinden) werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Rahmen der jeweiligen Budgets die Möglichkeit haben, die Ampeln für die Realisierung dieses Projektes auf «grün» zu stellen.

Nur, wenn alle mitmachen
Das Projekt kann in der vorliegenden Form nur dann realisiert werden, wenn alle Körperschaften «mitmachen». Die genannten Körperschaften werden im Rahmen eines Verteilschlüssels für die jeweiligen Netto-Betriebskosten des Jugendtreffs aufkommen. Für den Betrieb des Jugendtreffs wird der bestehende Verein Jugend + Freizeit verantwortlich sein. Mit der Aufsicht soll eine vom Verein anzustellende professionelle Person betraut werden.

Der Informationsanlass wurde mit Darbietungen von Schülern der Sekundarschule musikalisch und sportlich umrahmt und mit einem feinen Apéro aus der Schulküche abgerundet. Das Projekt wurde von den Anwesenden in einer guten Atmosphäre positiv aufgenommen. Die Schüler haben aufgezeigt, dass sie sich auf die Realisierung des Projektes freuen und dass der Jugendtreff eine tolle Möglichkeit für eine sinnvolle Freizeitgestaltung darstellt.

Die Besucher der Veranstaltung haben sich jedenfalls mit einem Hauch von Optimismus im Herzen auf den Heimweg gemacht, Optimismus und Hoffnung, dass nun doch ein langersehnter Traum für die Jugendlichen der Region in Erfüllung gehen könnte.

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