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HSC Kreuzlingen gegen Ligakrösus chancenlos

Handball – Der HSC Kreuzlingen hätte am 12. NLB-Spieltag über sich hinauswachsen müssen, um den Tabellenführer und Likgakrösus HSC Suhr Aarau fordern zu können. Das gelang dem Aufsteiger vor 300 Zuschauer nicht. Im Gegenteil: Die Hafenstädter waren nach einer guten Startviertelstunde (7:8) zu fehlerhaft und blieben beim 22:44 (11:21) chancenlos. (Text: Markus Rutishauser)

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Aus Kreuzlinger Sicht gab es nach dem Schlusspfiff nichts zu hadern. Man hatte gegen den in allen Belangen überlegenen Tabellenführer HSC Suhr Aarau eine Lehrstunde erhalten. Spielerisch und vor allem körperlich hatte das Team von Spielertrainer Tobias Eblen nichts zu bestellen. Die Gegner waren gefühlte zehn Zentimeter grösser und zehn Kilogramm Muskelmasse stärker. Zudem konnten die Thurgauer bei weitem nicht an die starke Leistung vor Wochenfrist beim 26:23-Heimsieg über den damaligen Tabellendritten HSG Siggenthal/Vom Stein Baden anknüpfen. Zu viele HSCK-Leistungsträger kamen überhaupt nicht auf Touren. Die Aargauer hatten im Schweizer Nationalspieler Mark Schelbert (9) und Mathias Kasapidis (8) die erfolgreichsten Werfer in ihren Reihen.

20 Minuten lang mitgehalten
Bis zum 9:11 hielt der Aufsteiger gegen den langjährigen NLA-Club, welcher im letzten Frühjahr den sofortigen Wiederaufstieg erst in den Barragespielen gegen GC Amicitia Zürich verpasst hatte, überraschend gut mit. Zwischenzeitlich (6.) führte der Aufsteiger sogar 4:3. Bis zur 20. Minute machte es also den Anschein, als ob die Thurgauer den haushohen Favoriten in Verlegenheit bringen können. Dann aber blockierte der NLA-erfahrene Gästekeeper André Willimann einen (unpräzisen) Kreuzlinger Abschlussversuch nach dem andern. Und Suhr Aarau nützte die Fehlwürfe der Gastgeber konsequent zu erfolgreichen Gegenstössen. Der meist chancenlose HSCK-Schlussmann Lukas Buff kassierte in den letzten zehn Minuten der 1. Halbzeit nicht weniger als zehn Gegentore.

Mit dem 11:21 war bereits bei Halbzeit eine Vorentscheidung gefallen. Die Kreuzlingen hatten den Glauben an eine Wende offensichtlich früh verloren. In den zweiten 30 Minuten war jedenfalls keine Steigerung oder Entschlossenheit mehr erkennbar, sich gegen die Niederlage aufzulehnen. Weil auch noch Rückraumspieler Josip Nekic wegen einer Prellung ausfiel und Milan Kozak in der 50. Minute nach seiner dritten Zeitstrafe ausfielen, gingen Coach Alexander Mierzwa zudem auch noch die personellen Alternativen aus.

Am Ende resultierte für den Leader ein 44:24-Kantersieg und für den HSCK die höchste Heimniederlagen seit vielen Jahren. Nicht einmal im Schweizer Cup gegen die NLA-Topteams der Kadetten Schaffhausen (32:44), Pfadi Winterthur (22:36) und St. Otmar St. Gallen (26:34) fielen die Resultate so deutlich aus.

Kapitales Auswärtsspiel
Weil zahlreiche Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt punkteten, fiel der HSC Kreuzlingen auf den 11. Tabellenplatz zurück. Die Thurgauer befinden sich damit in einer Gruppe von sechs Mannschaften, welche lediglich durch vier Punkte getrennt sind. Am nächsten Samstag warten auf die Rot-Weissen ein kapitales Auswärtsspiel gegen Zofingen (13.). Und im letzten Spiel des Jahres am Mittwoch, 18. Dezember, heisst der Gegner in der heimischen Egelseehalle RTV 1879 Basel (5.). Die Partie gegen Basel wird um 20 Uhr angepfiffen.

HSC Kreuzlingen – HSC Suhr Aarau 22:44 (11:21)
Sporthalle Egelsee – 300 Zuschauer – Sr. Keiser/Rottmeier.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 4mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau.
Kreuzlingen: Buff (ab 50. Lesko); Eblen, Müller (2), Kappenthuler, Fülöp (6), Schoof (7), Heim, Nekic (4), Gross, Schäfer (2), Kozak (3).
Suhr Aarau: Willimann (ab 40. Wyss); Kasapidis (8), Suter (4), Hauller (1), Zuber (4), Sarac (6/1), Romann (2), L. Strebel (4), Josic (4), Schelbert (9), P. Strebel (2).

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