/// Rubrik: Topaktuell

«Bis sich Nacht in die Augen senkt»

Gottlieben – Am 12. Dezember stehen die Bodenseeromane von Otto Frei im Mittelpunkt des Literatur-Donnerstags im Bodman Haus. Mit Charles Linsmayer, Oliver Daume und Daniel Ludwig. (Brigitte Conrad)

Das kleine Literaturhaus in Gottlieben. (Bild: zvg)

Das kleine Literaturhaus in Gottlieben. (Bild: zvg)

Eine Schweizer Kleinstadt am Bodensee während der Zeit des Nationalsozialismus: humorvoll und abgründig nachgezeichnet anhand einer Fülle von kauzigen und eindrücklichen Figuren. Dahinter das erschütternde Drama eines lebenslangen Kampfes zwischen einem autoritären Vater und einem sensiblen intellektuellen Sohn: Der Schriftsteller Otto Frei aus Steckborn hat erst spät debütiert. Zuvor war er NZZ-Journalist in Berlin und Rom, dann Westschweizer Redaktor dieses Blattes. 1973 erschienen seine ersten literarischen Erinnerungen an die Kindheit in Steckborn: «Jugend am Ufer». Bis 1987 folgten vier weitere Bände, in denen der Ort am Untersee im Mittelpunkt stand. Ausserdem veröffentlichte Otto Frei einen Roman über ein Dorf am Genfersee, einen Erzählband «Berliner Herbst» und ein Buch über Zermatt. 1980 erhielt er den Internationalen Bodensee-Literaturpreis und 1990 den Prix de l’Etat der Universität Lausanne.

Otto Frei (1924–1990) steht diesen Donnerstag im Mittelpunkt eines szenischen Abends im Bodmanhaus Gottlieben. Der Literaturherausgeber Charles Linsmayer, die Schauspieler Oliver Daume und Daniel Ludwig haben aus Freis Bodensee-Romanen eine spannende und auch witzige Revue gemacht: Wie im Theater werden Szenen gespielt und es werden Texte wiederentdeckt, die gleichzeitig von unserer Gegend handeln und zur Weltliteratur gehören.

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr.
Hier gibt es mehr Informationen.

 

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