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«Lange Tradition der Solidarität»

Konstanz – Die Stadt unterstützt das Landratsamt bei Unterkünften für Flüchtlinge. Der Atrium-Bau in der Luisenstrasse soll zwei Jahre als Wohnheim dienen.

(Bild: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) /pixelio.de)

(Bild: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) /pixelio.de)

Der Gemeinderat der Stadt Konstanz hat den Vorschlag von Verwaltung und Spitalstiftung in der letzten Ratssitzung einhellig befürwortet, dem Landratsamt den Atrium-Bau in der Luisenstrasse für zwei Jahre als Asylbewerberwohnheim zur Verfügung zu stellen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Krisen sucht das Landratsamt dringend nach Unterkünften für Asylbewerber. Oberbürgermeister Uli Burchardt und Sozialdezernent Dr. Andreas Osner unterstützen das Landratsamt ausdrücklich in seinen Bemühungen.

«Wir sehen unsere Verantwortung als grösste Stadt am Bodensee darin, durch die Zurverfügungstellung von geeigneten Unterkünften die Unterbringung von Flüchtlingen zu ermöglichen und auf diese Weise Menschen in einer existenziell bedrohlichen Situation zu helfen», so Oberbürgermeister Burchardt. «Die Urban-Audit-Studie attestiert der Stadt Konstanz eine weit überdurchschnittliche Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger beim Thema Integration und beweist damit, dass Konstanz eine grosse Integrationskraft hat. Die Aufnahme weiterer Flüchtlinge ist eine Herausforderung, die wir meiner Überzeugung nach gemeinsam meistern werden», erklärt der Oberbürgermeister.

Um den Anwohnern das Vorhaben in der Luisenstrasse vorzustellen, lädt die Stadt zu einem Informationsabend ein. Er findet am 17. Dezember um 17 Uhr im Rathaus in der Kanzleistrasse (Ratssaal) statt. Neben Bürgermeister Dr. Osner stehen Ansprechpartner des Landratsamtes Konstanz, der Kirchen und weitere Experten zu Gesprächen zur Verfügung. Die Veranstaltung soll neben Informationen und Gesprächen auch die Möglichkeit eines Treffpunkts für Bürger bieten, die sich engagieren wollen. Gesucht werden Bürgerinnen und Bürger, die Flüchtlinge zu Ärzten und Ämtern begleiten, ihnen beim Erlernen der deutschen Sprache helfen, bei der Hausaufgabenbetreuung der Kinder unterstützen oder mit ihnen etwas gemeinsam unternehmen möchten.

«Die Stadt Konstanz hat eine lange Tradition der internationalen Solidarität, der Integration und der Toleranz. Diese möchten wir fortführen», erklärt Bürgermeister Dr. Osner. In Konstanz gibt es bereits Wohnheime für Asylbewerber in der Steinstrasse und in der Hegaustrasse. Es haben bereits Menschen aus Syrien, Iran, Pakistan, Afghanistan und anderen Ländern hier Zuflucht gefunden.
Landrat Frank Hämmerle äussert sich positiv zum Engagement der Stadt: «Ich danke der Stadt Konstanz für ihren Beitrag zur Unterbringung der Menschen, die in unserem Landkreis Zuflucht suchen. Eine Entspannung der Unterbringungssituation ist nicht zu erwarten, der Zustrom an Flüchtlingen bleibt konstant hoch. Der Landkreis ist daher auch weiterhin dringend auf geeignete Räumlichkeiten angewiesen.»

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