/// Rubrik: Topaktuell

Hoffen auf ein Tägerwiler Ja

Tägerwilen – Die Tägerwiler stimmen an der nächsten Gemeindeversammlung über ihre Beteiligung an der Schwimmhalle ab. Am Dienstagabend erhielten die Stimmbürger eine ausführliche Präsentation des Vorhabens.

Stadtrat Michael Dörflinger in Tägerwilen. (Bild: sb)

Stadtrat Michael Dörflinger in Tägerwilen. (Bild: sb)

Der Tägerwiler Gemeinderat will sich am geplanten Kreuzlinger Schwimm- und Freizeitbad beteiligen. Einmalig 500’000 Franken für den Bau und eine Beteiligung an den Betriebskosten von 50’000 Franken jährlich sollen im Zustupf enthalten sein. Damit die Stimmbürger auch sehen, wofür sie zahlen sollen, waren der Kreuzlinger Stadtrat Michael Dörflinger und Freizeit-Chef Ruedi Wolfender zur Schwimmhallen-Information gekommen. Rund 400 Tägerwiler haben bereits ein Jahresabonnement fürs bestehende Bad Egelsee – Dörflinger und Wolfender dürften also sicher den ein oder anderen Schwimmbad-Fan vor sich gehabt haben.

Vor allem bei der Beteiligung an den jährlichen Betriebskosten möchten die Verantwortlichen mehr Gemeinden mit an Bord haben. 150’000 Franken wäre etwa ein möglicher Gesamtbetrag «da wäre dann auch Ihr Beitrag enthalten», verdeutlichte Dörflinger. Pro Einwohner und Jahr würde dies mit zwölf Franken zu Buchen schlagen. Als Gegenwert erhielte jeder Einwohner einen Rabatt auf die Jahreskarte von zwölf Prozent. Ein zweites Beteiligungsmodell sieht einen Betrag von acht Franken vor, und einen entsprechenden Rabatt von acht Prozent. Bei den Baukosten rechnen Dörflinger und Co. momentan mit der alleinigen Beteiligung von Tägerwilen.

Schwimmhalle für alle
Ruedi Wolfender zeigte Pläne und Visualisierungen und machte eines deutlich: «Vom Schwimm- und Erlebnisbad wird die Allgemeinheit einen grossen Nutzen haben.» Gemeindeammann Markus Thalmann möchte mit der Beteiligung «ein Zeichen setzten». Der Gemeinderat stehe voll und ganz hinter der Entscheidung, denn Tägerwilen profitiere ungemein von der Zentrumsfunktion Kreuzlingens.

In der anschliessenden Diskussion meldete sich Bruno Schlauri mit der wohl zentralsten Frage zu Wort: «Warum sollen wir eigentlich zu einem so frühen Zeitpunkt über eine Beteiligung entscheiden?» Weil dies einen sehr grossen moralischen Einfluss auf das Wahlverhalten der Kreuzlinger haben wird, antwortete Stadtrat Dörflinger entschieden. «Wir brauchen jede Stimme aus den Nachbargemeinden. Für uns wäre es enorm wichtig, wenn ihr als Erste Ja zu diesem Riesenprojekt sagt.» Ein solches könne keine Thurgauer Gemeinde alleine stemmen. Und sollten die Kreuzlinger letztendlich ablehnen, hätte dies keine finanziellen Konsequenzen für Tägerwilen.
Im Anschluss nutzten viele die Gelegenheit, sich mit Detailfragen an Michael Dörflinger oder Ruedi Wolfender zu wenden.

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